Diagnostik bei Sodbrennen mit Endoskopie und ph-Wert-Messung

Wenn Sie über drei bis vier Wochen mehrmals in der Woche unter Sodbrennen (Pyrosis) leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Um zu einer Diagnose zu gelangen, erfolgt zunächst eine orientierende Befragung über Dauer und Art der Beschwerden, dann werden möglicherweise Untersuchungen zum Ausschluss anderer Erkrankungen vorgenommen. Eine Verengung der Herzkranzgefäße kann beispielsweise einen ähnlichen Druck hinter dem Brustbein verursachen.

Diagnostik: Die Spiegelung der Speiseröhre und des Magens gibt meist Aufschluss

Die eindeutige Diagnose Refluxkrankheit ist nur durch eine Spiegelung der Speiseröhre und des Magens möglich. Bei der Endoskopie wird ein dünner, flexibler Schlauch, an dessen Ende eine kleine Kamera befestigt ist, vom Mund in die Speiseröhre und den Magen vorgeschoben. Der Arzt kann am Monitor beurteilen, ob die Schleimhaut der Speiseröhre Entzündungszeichen aufweist und ob Geschwürbildungen festzustellen sind. Zur genaueren Diagnostik und zur Entscheidung, welche Art der Schädigung besteht, können auch kleinere Gewebeteile für die mikroskopische Untersuchung entnommen werden. Dies ist bedeutsam für die Behandlung des Sodbrennens.

Weiteres Diagnoseverfahren bei Sodbrennen: 24 Stunden-pH-Metrie

In manchen Fällen findet sich bei der Endoskopie kein eindeutiger Hinweis auf einen Reflux und es besteht dadurch ein Widerspruch zu den Beschwerden wie Sodbrennen. Als weiteres Verfahren zur Diagnosefindung steht dann die sogenannte pH-Metrie zur Verfügung. Über 24 Stunden wird die Häufigkeit und Dauer des Magensaftrückflusses bestimmt. Dazu misst eine dünne Sonde im unteren Teil der Speiseröhre die Säurekonzentration (pH-Wert) und meldet den Wert an ein digitales Ablesegerät, das am Körper getragen wird.   Im Hinblick auf die weitere Therapie wird oft auch eine Druckmessung in der Speiseröhre (Manometrie) mittels einer dünnen Sonde durchgeführt. Ebenso wie die Manometrie wird gelegentlich auch eine Röntgenuntersuchung mit einem Kontrastmittelbreischluck durchgeführt. Beide Untersuchungen sind für die Diagnosestellung in der Regel nicht notwendig. Sie dienen der Operationsvorbereitung und der Therapiekontrolle.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.02.2014
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Deutsches Ernährungsberatungs- und Informationsnetz www.ernaehrung.de
  • Innere Medizin - Gotthard Schettler, Heiner Greten 9. Auflage 1998 Thieme Verlag
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung
  • afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2015/11: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über vitapublic GmbH und sein/ihr Internet-Angebot: www.vitanet.de
  • Logo der Health On the Net Stiftung. das Gesundheitsportal vitanet.de ist von der Health On the Net Stiftung (HON) akkrediert. Zur Prüfung klicken Sie hier.
  • Logo der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW)
  • Logo der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.v. (AGOF)