Wehen

Die Gebärmutter ist ein kräftiger Muskel und während der ganzen Schwangerschaft aktiv – zunächst zieht sie sich hin und wieder zusammen, um das Kind in die richtige Lage zu bringen. Von der Mutter bleibt das vor allem in der frühen Schwangerschaft zumeist unbemerkt. Später kommt es zu den ersten Vorwehen (Senkwehen), bei denen das Kind tief ins Becken rutscht, und schließlich zu den eigentlichen Eröffnungswehen. Bei vorzeitigen Wehen besteht die Gefahr einer Fehl- oder Frühgeburt.

Symptome bei Wehen

Senkwehen

Senkwehen gehören zu den Schwangerschaftswehen, sie sind noch unregelmäßig und öffnen nicht den Muttermund. Durch sie wird das Kind ins kleine Becken gedrückt. Selbst, wenn das etwa vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin passiert, ist das überhaupt kein Problem. Dadurch, dass der Fötus tiefer im Becken liegt, bekommt die Mutter leichter Luft, weil für die Lungen mehr Platz ist. Auch äußerlich kann man diese Veränderung sehen, denn der Bauch ist ein Stück tiefer gerutscht. Dadurch verstärkt sich der Druck auf die Harnblase und ihr Fassungsvermögen wird kleiner – die Mutter muss nun häufig zur Toilette.

Senkwehen sind normalerweise nicht schmerzhaft. Die meisten Frauen empfinden sie eher als ein sanftes Hartwerden des Bauches. Als Signal, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht, sind sie nicht zu werten und sie erlauben auch keinen Rückschluss auf den genauen Geburtstermin.

Eröffnungswehen

Diese Wehen am Termin sind die eigentlichen Geburtswehen, denn sie öffnen allmählich den Muttermund und leiten die Geburt ein. Sie unterscheiden sich von denSchwangerschaftswehen (Übungswehen und Vorwehen) dadurch, dass sie regelmäßig und in immer kürzer werdenden Abständen auftreten. Wenn zwischen den einzelnen Wehen, die bis zu anderthalb Minuten dauern können, nur noch 15 bis 20 Minuten liegen, geht die Geburt langsam los. Je weiter die Geburt voranschreitet, umso intensiver und länger werden die Wehen.

Meist setzen die Geburtswehen langsam ein und es kann viele Stunden dauern, bis sie in kurzen Abständen kommen und es Zeit wird, ins Geburtshaus oder in die Klinik zu fahren. Viele Frauen finden, dass sich Wehen wie sehr starke Periodenschmerzen anfühlen – meist sind sie am Anfang recht gut auszuhalten und steigern sich dann in ihrer Intensität.

Vorbereitung auf die Geburt

Nutzen Sie die Zeit bis zur Geburt, um sich aktiv darauf vorzubereiten. Sie haben an den Vorsorgeuntersuchungen teilgenommen, (idealerweise) mit Ihrem Partner einen Geburtsvorbereitungskurs besucht und alles für eine Geburt zu Hause, im Geburtshaus oder in einem Krankenhaus vorbereitet. Auch der Koffer ist gepackt und die Telefonnummer Ihrer Hebamme oder Ihres Arztes haben Sie im Telefon gespeichert.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.07.2014
  • Autor/in: Dr. med. Müller de Cornejo, Ärztin für Allgemeinmedizin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin