Vorzeitige Wehen

Zu Wehen kann es schon lange vor der Geburt kommen – die sogenannten Vorwehen sind oft schon ab dem vierten Monat spürbar und gehören zu einer Schwangerschaft dazu. Sie sind in der Regel schmerzlos und treten unregelmäßig auf. Vorsicht geboten ist jedoch bei Wehen, die in eine Frühgeburt münden können.

Von vorzeitigen Wehen spricht man, wenn es vor dem errechneten Geburtstermin zu Wehen kommt, die den Muttermund öffnen. Viele Experten sind der Auffassung, dass Wehen nach der 34. Woche nicht mehr aufgehalten werden sollten. Der Geburtstermin ist dann zwar zu früh – wenn das Kind sich aber normal entwickelt hat, sind Komplikationen heutzutage nicht mehr zu erwarten, vor allem, wenn in einer speziell für Frühgeborene ausgestatteten Klinik entbunden wird.

Ursachen vorzeitiger Wehen

Zu vorzeitigen Wehen kann es ganz unerwartet kommen. Als mögliche Ursache kommt jedoch in Frage, dass die Gebärmutter auf Dauerstress und körperliche oder seelische Überlastung mit dem vorzeitigen Einsatz der Wehen reagiert.

Auch bestimmte Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit von vorzeitigen Wehen und Frühgeburt: Eine weit verbreitete Befürchtung trifft jedoch nicht zu: Sex löst keine vorzeitigen Wehen aus. Sollten aus anderen Gründen vorzeitige Wehen eingetreten sein, so sollte aber von Geschlechtsverkehr abgesehen werden, da die mechanische Reizung und die Prostaglandine aus dem Sperma die Wehentätigkeit verstärken können.

Symptome vorzeitiger Wehen

Von vorzeitigen Wehen spricht man, wenn es vor dem errechneten Geburtstermin zu Wehen kommt, die den Muttermund öffnen. Viele Experten sind der Auffassung, dass Wehen nach der 34. Woche nicht mehr aufgehalten werden sollten. Der Geburtstermin ist dann zwar zu früh – wenn das Kind sich aber normal entwickelt hat, sind Komplikationen heutzutage nicht mehr zu erwarten, vor allem, wenn in einer speziell für Frühgeborene ausgestatteten Klinik entbunden wird.

Vorzeitige Wehen unterscheiden sich von Vorwehen darin, dass sie
  • länger als 25 Sekunden andauern
  • mindestens dreimal in der Stunde auftreten und
  • mit jeder Wehe an Intensität zunehmen.
Wenn die Wehen länger als eine halbe Minute andauern oder mindestens sechsmal in der Stunde auftreten, sollten Sie sicherheitshalber sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen. Dasselbe gilt bei Anzeichen eines Blasensprungs, also wässrigem oder blutig-wässrigem Ausfluss.

Therapie bei vorzeitigen Wehen

Wenn die Wehen zu früh eingesetzt haben, muss die Mutter unbedingt Bettruhe einhalten. Finden Sie zu Hause nicht die nötige Entspannung oder waren die vorzeitigen Wehen sehr stark, sollten Sie sich in eine Klinik begeben. Möglicherweise verschreibt man Ihnen ein hoch dosiertes Präparat mit Magnesium, um die Muskelkontraktionen der Gebärmutter zu lösen. Auch Wehenhemmer entspannen die Gebärmutter.

Sind die Wehen zum Stillstand gekommen, sind weiterhin Ruhe und Schonung wichtig. Körperliches Arbeiten, Anstrengung und Stress sind tabu. Sicherheitshalber sollten Sie auch mit dem Geschlechtsverkehr warten, bis Sie das Ende der 37. Woche erreicht haben.

Falls eine Erkrankung, beispielsweise eine Scheideninfektion mit Chlamydien, die eigentliche Ursache für die vorzeitigen Wehen war, muss diese ärztlich behandelt werden.

Vorzeitigen Wehen vorbeugen

Normalerweise muss sich eine werdende Mutter nicht ständig schonen. Wenn es jedoch in einer vorangegangenen Schwangerschaft schon einmal zu Komplikationen gekommen ist oder eines der genannten Risiken für vorzeitige Wehen auf Sie zutrifft, sollten Sie Aufregung und Anstrengungen vermeiden.

Zu vorzeitigen Wehen kann es ganz unerwartet kommen. Als mögliche Ursache kommt jedoch in Frage, dass die Gebärmutter auf Dauerstress und körperliche oder seelische Überlastung mit dem vorzeitigen Einsatz der Wehen reagiert.

Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.04.2012
  • Autor/in: Dr. med. Müller de Cornejo, Ärztin für Allgemeinmedizin
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