Schwangerschaftsstreifen (Dehnungsstreifen)

Wenn der Bauch dicker wird, kommt es bei den meisten (vor allem jungen) Frauen in der Schwangerschaft zu Dehnungsstreifen – auch Schwangerschaftsstreifen genannt.

Schwangere Frau cremt sich den Bauch ein, um Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen © iStock

Ursachen von Schwangerschaftsstreifen

Die Hauptursache ist eine mechanische Überbeanspruchung der Haut: Je schneller sie sich dehnen muss, umso eher treten die Streifen auf. Das kommt nicht nur, aber in besonderem Maße in der Schwangerschaft vor, weil der Bauchumfang innerhalb weniger Monate stark wächst. Aber auch die Veranlagung spielt eine Rolle – Frauen mit schwachem Bindegewebe sind eher betroffen.

Symptome bei Schwangerschaftsstreifen

Dehnungsstreifen sind kleine Risse unter der Haut, die zunächst rötlich oder bläulich gefärbt sind. Die Streifen zeigen sich vor allem am Bauch, an den Hüften, dem Po, den Oberschenkeln und bei vielen Frauen auch an den Brüsten. Nach der Geburt verblassen die Streifen zwar etwas und bekommen eine silbrige Färbung, sie verschwinden aber nicht mehr ganz.

Schwangerschaftsstreifen vorbeugen

Ganz verhindern können Sie Dehnungsstreifen wahrscheinlich nicht – vor allem, wenn Sie eine Veranlagung dazu haben oder übergewichtig sind. Regelmäßiger Sport schon vor der Schwangerschaft festigt aber das Gewebe, sodass die Streifen bei sportlichen Frauen seltener und weniger ausgeprägt sind. Auch hier kommt es mehr auf die Regelmäßigkeit und weniger auf die Intensität des Sports an, die ja ohnehin der Schwangerschaft angepasst sein sollte.

Keine Salbe und keine noch so teure Creme kann Schwangerschaftsstreifen wieder verschwinden lassen. Sie können Ihre Haut jedoch vorbeugend besonders pflegen, um der enormen Beanspruchung zu begegnen. Ein gutes Hautöl – zum Beispiel Weizenkeim-, Mandel- oder Jojobaöl – versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und macht sie elastischer. Wenn Sie jeden Tag – am besten morgens und abends – Ihre Haut mit dem Öl sanft massieren und zupfen, können Sie Dehnungsstreifen entgegenwirken.

Zupfmassagen in der Schwangerschaft

Ziel einer regelmäßigen Zupfmassage ist es, die Durchblutung der Haut zu fördern, damit sie optimal mit Nährstoffen versorgt und dadurch weich und elastisch wird. Idealerweise zupfen Sie die Haut an den besonders empfindlichen Stellen – dem Bauch, den Hüften, den Innenseiten der Oberschenkel und dem Po – ganz sanft, bis sie rosig wird. Gehen Sie dabei behutsam vor, damit Sie Ihre Haut nicht reißen oder zerren. Ideal ist, wenn Sie anschließend kurz kalt duschen, um die Wirkung der Massage noch zu verstärken. Alternativ können Sie auch eine weiche Bürste verwenden, mit der sie die Haut sanft bürsten – anschließend kalt abbrausen.

Wichtig: Alles, was zwickt oder kneift, schadet eher als zu nützen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.02.2017
  • Autor/in: Dr. med. Müller de Cornejo, Ärztin für Allgemeinmedizin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin