Schwangerschaftsdermatose, PEP (Polymorphic Eruption of Pregnancy)

Die Polymorphe Schwangerschaftsdermatose, kurz PEP (Polymorphic Eruption of Pregnancy), ist eine Hauterkrankung, an der etwa eine von 200 Schwangeren erkrankt.

Ursachen der Schwangerschaftsdermatose

Über die Ursachen der PEP gibt es derzeit nur Spekulationen – diskutiert wird ein Virus, der Nachweis dafür ist aber nicht erbracht. Beobachtet wurde, dass Erstgebärende, Frauen mit Mehrlingsschwangerschaften und Schwangere, die in der Schwangerschaft stark zugenommen haben, häufiger an diesem juckenden Hautausschlag erkranken.

Symptome einer Schwangerschaftsdermatose

Die Schwangerschaftsdermatose tritt in den letzten Schwangerschaftswochen auf, oft sogar erst kurz vor der Geburt und in seltenen Fällen auch direkt nach der Entbindung. Um den Bauchnabel herum und auf dem Po (vorzugsweise genau dort, wo auch die Schwangerschaftsstreifen entstanden sind) bilden sich plötzlich stark juckende Knötchen, die immer größer werden, ineinander übergehen und auf die Umgebung und sogar die Beine übergreifen. Für gewöhnlich sind Oberkörper und Gesicht nicht betroffen. Typischerweise vergleichen die erkrankten Frauen das Jucken mit dem Gefühl bei der Berührung von Brennnesseln. Die entzündeten Knötchen verschwinden auch unbehandelt spätestens sechs Wochen nach der Entbindung und hinterlassen keine Narben. Für den Fötus besteht zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr durch PEP.

Behandlung der Symptome einer Schwangerschaftsdermatose

Da die Ursachen der Erkrankung unbekannt sind, kann man nur die Symptome – den Juckreiz und die Hauterscheinungen – behandeln: Der Arzt verschreibt eine Kortisonsalbe oder ein Antihistaminikum, beides birgt kein Risiko für das Kind und bringt schon bald spürbare Linderung.
  • Autor/in: Dr. med. Müller de Cornejo, Ärztin für Allgemeinmedizin
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