Ödeme in der Schwangerschaft

Zu Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödemen) kommt es bei den meisten Frauen in der Schwangerschaft. Wenn keine weiteren Symptome hinzukommen – etwa ein zu hoher Blutdruck oder Eiweiß im Urin – sind sie zwar unangenehm, aber harmlos und müssen nicht behandelt werden. Nach der Geburt verschwinden die Ödeme innerhalb kurzer Zeit von allein.

Schwangere Frau leidet unter Ödemen © iStock

Ursachen von Ödemen in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft vermehrt sich das Blutvolumen. Gleichzeitig werden die Blutgefäße durchlässiger für Flüssigkeit, die sich dann im Gewebe ansammelt.

Symptome von Ödemen in der Schwangerschaft

Frauen, die im Spätsommer oder Frühherbst entbinden, leiden besonders oft unter Ödemen, denn bei warmem Wetter machen sie sich stärker bemerkbar: Die Fußgelenke, die Füße und die Unterschenkel sind leicht geschwollen und fühlen sich schwer an. Auch die Finger können betroffen sein und etwas anschwellen. Viele Schwangere, die zu Ödemen neigen, sehen besonders gesund aus: Wassereinlagerungen im Gesicht lassen die Haut glatt und rosig erscheinen und Falten verschwinden.

Wenn die Wassereinlagerungen jedoch sehr stark sind und das Gesicht nicht rosig weich, sondern aufgedunsen ist, sollten Sie zum Arzt gehen. Sicherheitshalber wird er überprüfen, ob Sie Bluthochdruck haben oder sich in Ihrem Urin Eiweiß befindet – beides könnte ein Indiz für eine Präeklampsie sein, die behandelt werden müsste.

Gegenmaßnahmen bei Ödemen

Ödeme, wie sie bei den meisten Schwangeren auftreten, müssen normalerweise nicht ärztlich behandelt werden. In gewissem Maße können Sie auch selbst etwas dagegen tun:
  • Legen Sie, wann immer möglich, die Beine hoch. Das unterstützt den Blutrückfluss zum Herzen und mildert Ödeme.
  • Tragen Sie gut sitzende Stützstrümpfe – vor allem, wenn Sie länger stehen müssen.
  • Verzichten Sie nicht auf Salz, sondern salzen Sie Ihre Speisen wie gewohnt und achten Sie auf eine eiweißreiche und fettarme Ernährung.

Ödemen in der Schwangerschaft vorbeugen

Bewegung und angemessene sportliche Aktivität können Ödeme bei einer entsprechenden Neigung zwar nicht ganz verhindern, tragen aber dazu bei, dass sie seltener auftreten und weniger stark ausgeprägt sind.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.02.2017
  • Autor/in: Dr. med. Müller de Cornejo, Ärztin für Allgemeinmedizin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin