Heißhunger in der Schwangerschaft

Dass Schwangere permanent Appetit auf seltsame Nahrungszusammenstellungen haben – Pommes mit Erdbeermarmelade oder saure Gurken zur Torte – ist ein Klischee. Allerdings entwickeln viele Frauen gerade zu Beginn der Schwangerschaft besondere Vorlieben, was das Essen angeht. Zudem kann es zu Heißhungerattacken kommen.

Schwangere isst Müsli © Thinkstock

Ursachen von Heißhunger in der Schwangerschaft

Heißhunger ist die Folge eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels. Immer wenn der Blutzucker zu rasch abfällt – und das passiert in der Schwangerschaft aufgrund des erhöhten Nährstoffbedarfs leichter als sonst – kommt der Appetit.

Gegenmaßnahmen bei Heißhunger

Auch wenn Sie jetzt gerne etwas Süßes oder einen Snack essen würden – etwa eine Tüte Gummibärchen oder Kartoffelchips – sollten Sie diese Gelüste ignorieren. Denn der dabei entstehende rasante Blutzuckeranstieg würde dafür sorgen, dass ebenso schnell Insulin ausgeschüttet wird, das den Blutzucker anschließend wieder zu schnell senkt. Die Folge ist, dass Sie wieder Heißhunger bekommen.

Besser ist es dagegen, sich einen leichten Snack zuzubereiten, der für längere Zeit satt macht, zum Beispiel ein Vollkornbrot mit Käse. Dadurch steigt zwar auch der Blutzuckerspiegel, aber nur ganz allmählich. Und weil daraufhin auch nur ganz allmählich Insulin ausgeschüttet wird, hält Sie das Käsevollkornbrot länger satt.

Heißhunger vorbeugen

Die beste Strategie gegen Heißhunger ist, ihn gar nicht erst entstehen zu lassen. Achten Sie daher auf eine gesunde Ernährung.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.02.2017
  • Autor/in: Dr. med. Müller de Cornejo, Ärztin für Allgemeinmedizin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin