Appetitlosigkeit in der Schwangerschaft

In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft haben viele Frauen mit Übelkeit und Brechreiz zu kämpfen – und als Folge meist keinen Appetit. Ursache dafür ist die Hormonumstellung. Manche Frauen sind dann außerdem besonders geruchsempfindlich und ekeln sich vor bestimmten Aromen.

Schwangere mit Schüssel Gemüse © Thinkstock

Tipps gegen Appetitlosigkeit in der Schwangerschaft

Etwa ab dem vierten Monat, wenn sich die Schwangerschaft gefestigt hat und Übelkeit und Brechreiz verschwunden sind, kommt der Appetit. Doch diese Tatsache ist für die meisten Schwangeren, die mit Appetitlosigkeit zu kämpfen haben, keine Hilfe. Denn viele fürchten, dass ihr Kind zu wenig Nährstoffe erhält und unterversorgt ist, wenn sie wegen der Appetitlosigkeit nur wenig zu sich nehmen können.

Um trotz Appetitmangels gut über die ersten drei Monate zu kommen und das Baby mit allem zu versorgen, was es braucht, gibt es einige hilfreiche Tipps:
  • Nehmen Sie sich keine großen Portionen vor, sondern essen Sie über den Tag verteilt mehrere kleinere.
  • Essen Sie viel Obst und Gemüse. Ein frisch zubereiteter Quark oder Joghurt, in den man Obst schneidet, schmeckt lecker und liefert wertvolles Eiweiß, leicht verdauliches Milchfett, Vitamine und Ballaststoffe.
  • Zwingen Sie sich nicht zum Essen.
  • Probieren Sie es mal mit Ihren Lieblingsgerichten, die Sie sich vor der Schwangerschaft vielleicht oft versagt haben – etwa wegen hoher Kalorienmengen. Gönnen Sie sich zum Beispiel ruhig mal feine Pralinen, ein Stück Pizza, ein Wiener Schnitzel oder einen üppigen Pfannkuchen mit Apfelmus – einfach das, worauf Sie früher immer Appetit hatten.

Wann Sie wegen Appetitlosigkeit in der Schwangerschaft zum Arzt sollten

Wenn Schwangere auch nach dem vierten Monat noch keinen normalen Appetit entwickelt haben, sogar Abneigung gegen Essen verspüren und die Waage noch keine Gewichtszunahme anzeigt, sollten sie mit ihrem Arzt sprechen. Dann könnte eine seelische oder organische Ursache vorliegen, die ermittelt und behandelt werden sollte.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.02.2017
  • Autor/in: Dr. med. Müller de Cornejo; Ärztin für Allgemeinmedizinmedizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.