Schuppenflechte (Psoriasis): Ursachen und Risikofaktoren

Schuppenflechte ist zum Teil erblich bedingt: So hat die Zwillingsforschung ergeben, dass das Risiko, an Schuppenflechte zu erkranken, für einen Zwilling bei 66 Prozent liegt, wenn das andere Geschwisterteil diese Krankheit bereits hat. Doch die Ursachen liegen nicht nur in den Genen: Man geht davon aus, dass neben der erblichen Komponente viele weitere Faktoren an der Entstehung beteiligt sind.

Milde Formen mit geringer erblicher Komponente sind häufiger

Die Gene spielen vor allem bei den schweren Formen der Psoriasis (Psoriasis guttata) mit frühem Krankheitsbeginn (vor dem 25. Lebensjahr) eine Rolle. Die meisten Menschen mit Schuppenflechte leiden jedoch an einer milden Form der Psoriasis. Diese leichteren Formen treten meistens zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahrzehnt auf und sind zu einem geringeren Grad erblich bedingt (Typ I). Auch zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr kann es zu einer Erstmanifestation der Erkrankung kommen (Typ II).

Um die Krankheit aufflammen zu lassen, sind weitere Einflussfaktoren nötig, von denen wahrscheinlich längst nicht alle bekannt sind. Folgende Faktoren gelten als Auslöser der Psoriasis:
  • Klima oder Arbeitsumgebung
  • mechanische Reize wie Druck, Reibung oder Verletzungen
  • physische Belastungen
  • Stress und andere psychische Belastungen
  • Stoffwechselstörungen
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.12.2016
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Caroline Hansen, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Altmeyer, P (2013): Enzyklopädie der Dermatologie, Allergologe, Umweltmedizin.
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