Schuppenflechte (Psoriasis): Ernährung und Mineralstoffe

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die mit typischen Rötungen und Schuppungen einhergeht. Verschiedene Ernährungsfaktoren können zu einer Verschlechterung des Hautzustands führen. Dazu gehören insbesondere Alkohol oder individuelle Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Frischer Lachs © Thinkstock
Zudem wirkt sich Arachidonsäure negativ auf die Schuppenflechte aus. Sie ist vor allem in tierischen Lebensmitteln enthalten. Die Ernährung bei Schuppenflechte sollte deshalb eher arm an Wurst, Fleisch, Milch und Eiern sein.

Eine allgemeine Empfehlung für eine spezielle Psoriasisdiät gibt es jedoch nicht. Eine ausgewogene und vitaminreiche Kost ist anzustreben. Oft wird hierdurch auch eine Gewichtsregulierung erreicht.

Folgende Mineralstoffe können einen Einfluss auf die Psoriasis haben:

Omega-3-Fettsäuren:
Diese Fettsäuren haben mehrere positive Wirkungen auf die erkrankte Haut: Sie reduzieren das Entzündungsgeschehen, indem sie entzündungsfördernde Leukotriene (Botenstoffe) hemmen. Außerdem tragen sie dazu bei, die häufig gleichzeitig erhöhten Triglyzerid-Spiegel im Blut zu senken und die Verträglichkeit von Psoriasismedikamenten zu verbessern.


Vitamine
Vitamine wie Vitamin D, A, und E unterstützen die Bekämpfung der Schuppenflechte. Allerdings können bei einer Überdosierung Schäden entstehen. Statt Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, ist es deshalb besser, den Körper über eine gesunde Ernährung ausreichend mit Vitaminen zu versorgen. Die täglich empfohlene Dosis an Vitamin E findet sich beispielsweise in einem Esslöffel Sonnenblumenöl oder einem Teelöffel Weizenkeimöl. Die Tagesdosis Vitamin A ist in 100 Gramm gekochtem Spinat enthalten. Auch Karotten, Tomaten, Paprika, Zitrusfrüchte und Milchprodukte enthalten viel Vitamin A. Vitamin D findet sich in Fisch, vor allem in fetten Kaltwasserfischen wie Hering, Makrele, Lachs und Thunfisch und in Eiern sowie Milchprodukten.

Zink:
Es gibt Hinweise, dass Zink die entzündlichen Vorgänge bei Psoriasis bremsen kann.

Bitte beachten Sie: Die Behandlung einer Psoriasis sollte grundsätzlich durch einen Arzt erfolgen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 01.07.2013
  • Autor/in: Dr. med. Petra Kittner-Schäfer
  • Quellen: U. Gröber, Orthomolekulare Medizin, WVG Stuttgart 2002
  • H.K. Biesalski, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, Thieme Verlag 2002
  • K. Glagau, Mikronährstoffe und Ernährung, Forum Medizin 2001
  • W. Busse/H. Scholz, Das ABC der Vitalstoffe, Haug Verlag 2001
  • DGE, Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr 2000
  • Altmeyer, P (2013): Enzyklopädie der Dermatologie, Allergologe, Umweltmedizin.
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