Symptome bei Zervikobrachialgie

Im typischen Fall einer Zervikobrachialgie (auch Zervikobrachialsyndrom) berichtet der Patient über Schmerzen in der Halswirbelsäule, der Schulter, am Oberarm und an der Hand. Zu diesen Beschwerden kann es plötzlich oder auch erst allmählich kommen. Meist treten diese Symptome nur einseitig auf.

Ist der Nerv bei Schulter-Arm-Schmerzen stärker beeinträchtigt, dann klagt der Patient über ein pelziges Gefühl. Die Fingerspitzen von Daumen, Zeige- und Mittelfinger schlafen immer wieder ein. Ihm fehlt die volle Kraft beim Zupacken. Je nachdem, wo sich die Schädigung befindet, können auch andere Finger – zum Beispiel der Ring- und der kleine Finger – von der Taubheit betroffen sein.

Sind tiefere Abschnitte der Wirbelsäule betroffen, können manchmal auch Nerven des nicht willkürlichen Nervensystems (vegetatives Nervensystem) beeinträchtigt werden. Dies äußert sich durch einseitige Veränderungen der Pupillenweite, Herabhängen des Oberlids und einen eingesunkenen Augapfel (Horner-Syndrom).

Außerdem klagen die Patienten oft über eine eingeschränkte Beweglichkeit der Halswirbelsäule. Manchmal nehmen die Schmerzen bei der Drehung des Kopfes zu. Die Kraft der betroffenen Hand ist herabgesetzt. Die Finger können feine Berührungen nicht so gut unterscheiden wie an der gesunden Hand. Ein weiteres Zeichen für einen Nervenschaden ist das Fehlen einzelner Reflexe.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 22.10.2014
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
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