Diagnose bei Schulter-Arm-Schmerzen (Zervikobrachialgie)

Bei Verdacht auf Zervikobrachialgie – auch Zervikobrachialsyndrom genannt – befragt der Arzt zunächst den Betroffenen und erhebt die Krankengeschichte (Anamnese). Daran schließt sich eine körperliche Untersuchung an. Hierbei ergeben sich meist schon wichtige Hinweise auf mögliche Ursachen der Schulter-Arm-Schmerzen.

Die körperliche Untersuchung bei Verdacht auf Zervikobrachialgie

Zuerst prüft der Arzt, ob alle Körperteile beweglich sind. Dann folgt eine allgemeine neurologische Untersuchung. Dabei testet er die Muskelkraft, die Sensibilität und prüft die Reflexe. Er beurteilt auch vegetative Funktionen wie Schwitzen oder Wärme beziehungsweise Kälte der Haut.

Bildgebende Verfahren zur Diagnose bei Schulter-Arm-Schmerzen

Im Anschluss an die körperliche Untersuchung werden manchmal Röntgenbilder der Halswirbelsäule angefertigt – so erkennt der Orthopäde knöcherne Veränderungen. Bestätigt sich dieser Verdacht oder vermutet der Arzt, dass Veränderungen der Bandscheiben eine Rolle spielen, wird er weiterführende radiologische Untersuchungen anordnen. Die Computer- oder Kernspintomografie beziehungsweise eine Myelografie bildet auch Bandscheiben und Nerven ab. So kann der Arzt eine Bandscheibenvorwölbung oder ein Bandscheibenvorfall diagnostizieren.

Manchmal sind auch Laboruntersuchungen erforderlich und hilfreich – beispielsweise, um im Blut entzündliche oder stoffwechselbedingte Veränderungen aufzuspüren.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.04.2018
  • Autor/in: Anja Dolski, Medizinredakteurin, vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
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