Therapie bei Schnupfen: Naturheilmittel

Ätherische Öle sollen entzündungshemmend wirken und die Nasenatmung verbessern. Sie sind als Wirkstoffe in verschiedenen Medikamenten gegen Schnupfen (Rhinitis) enthalten.

Frau inhaliert © Thinkstock
Erkältungsbalsame: Die Einreibungen mit ätherischen Ölen sollen entzündungshemmend wirken und die Nasenatmung verbessern. Die leicht flüchtigen ätherischen Öle verdampfen auf der warmen Haut. Die Dämpfe steigen auf und werden eingeatmet. Durch diesen Inhalationseffekt gelangen die Wirkstoffe direkt in den Bronchialtrakt. Ähnlich wirken auch Erkältungsbäder.

Inhalationsmittel: Als Inhalationsmittel kommen beispielsweise Erkältungsbalsam, Auszüge ätherischer Öle oder Mineralsalze zum Einsatz. Sie werden in heißes Wasser gegeben, der aufsteigende Dampf wird inhaliert. Man kann einen Inhalator oder ein offenes Gefäß dafür verwenden. Inhalationen eignen sich zur Behandlung von allen Atemwegsinfekten. Den ätherischen Ölen gemein ist eine subjektive kurzfristige Linderung der Symptome. Einen nachweisbaren klinischen Effekt konnten Studien bisher nicht nachweisen.

Um einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) vorzubeugen, können Sie gleich mit den ersten Schnupfensymptomen pflanzliche Schleimlöser und Entzündungshemmer nehmen. Als Kapseln, Dragees oder Tropfen findet man Medikamente, die Anis, Thymian, Primel oder Eukalyptus beziehungsweise Enzian, Schlüsselblume, Sauerampfer, Holunderblüten und Eisenkraut enthalten. Daneben wird auch die Einnahme von Naturheilmitteln mit Cineol oder Myrtol (Myrte) empfohlen.

Erkältungstees bei Schnupfen

Erkältungstees wirken entzündungshemmend und bringen wohltuende Wärme. Achten Sie auf die richtige Dosierung. Eine Flüssigkeitsaufnahme über Ihren normalen Tagesbedarf hinaus – also etwa eineinhalb bis zwei Liter – ist nicht notwendig. Lassen Sie den Tee ausreichend lange ziehen. Bei den meisten Produkten wird empfohlen, maximal drei bis fünf Tassen am Tag zu trinken – und höchstens vier Wochen lang. Schwangere sollten Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Für Kinder und Kleinkinder gibt es spezielle Kindertees. Bevorzugen Sie zuckerfreie Produkte, bei zuckerhaltigen Tees besteht Kariesgefahr.

Pfefferminz- und Eukalyptusöl für Kleinkinder gefährlich
Bestimmte Erkältungssalben dürfen bei Säuglingen und Kleinkindern nicht im Bereich von Hals und Gesicht – insbesondere der Nase – aufgetragen werden. Wirkstoffe wie Campher und Cineol, die in Eukalyptusöl enthalten sind, oder Menthol, das Bestandteil des Pfefferminzöls ist, können bei den ganz Kleinen zu Atemnot führen. Verwenden Sie für Kinder unter zwei Jahren säuglings- und kleinkindgerechte Produkte. Hier finden Sie oft den Hinweis: „Säuglingsgerecht, enthält kein Menthol“.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.02.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; Vitanet-dsb, Vitanet-gg; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Leitlinie „Rhinosinusitis“ der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (http://dgaki.de/wp-content/uploads/2010/05/Leitlinie_RhinosinusitisDGHNOKHC2007.pdf)
  • Ärzteblatt online: Bei akutem Atemwegsinfekt nicht zu viel trinken (http://www.aerzteblatt.de/archiv/44904)
  • Eccles, Roland/ Jawad, Martez: „Drink plenty of fluids“; No harm in fluids for colds and flu (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC390257/)
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