Behandlung bei Schnupfen

Schnupfen (Rhinitis) ist meist harmlos und kann selbst behandelt werden. Wenn jedoch auf die Vireninfektion eine Infektion mit Bakterien folgt, kann es zu Komplikationen wie einer Nasennebenhöhlenentzündung kommen. Diese bedarf der Behandlung durch einen Arzt.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • der Schnupfen länger als eine Woche anhält,
  • Fieber auftritt,
  • starke Kopfschmerzen und eine auffällige Sekretbildung (Blut, Eiter, grünliche Verfärbung des Nasenschleims) den Schnupfen begleiten oder
  • Schmerzen an Stirn und im Wangenbereich auftreten – besonders beim Bücken (Verdacht auf eine Nasennebenhöhlenentzündung).
Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man auch selbst behandeln – beispielsweise mit abschwellenden Nasentropfen oder -sprays. Diese Mittel verschaffen schnell Linderung und eine freie Nase, sollten jedoch nur kurzfristig angewandt werden. Auch Salzlösungen und pflanzliche Mittel können gegen Schnupfen eingesetzt werden. Sie befreien ebenfalls von Schleim und erleichtern die Atmung.
Tipp:
Nasentropfen oder Sprays dürfen nicht von mehreren Personen gleichzeitig benutzt werden, sonst könnten die Krankheitserreger von einer Person zur anderen weitergegeben werden. Beschriften Sie die Fläschchen mit Namen und Datum des Anbruchs. Geöffnete Nasentropfen oder -sprays sind nur begrenzt haltbar. Beachten Sie die Angaben im Beipackzettel.

Grippemittel – Erkältungskapseln und Säfte

Erkältungspräparate mit Wirkstoffkombinationen – sogenannte Grippemittel – wirken Kopf- und Gliederschmerzen entgegen, bekämpfen gleichzeitig verschiedene Erkältungssymptome und wirken zusätzlich fiebersenkend. Durch eine abschwellende Wirkung auf die Schleimhäute werden Schnupfensymptome wie eine verstopfte Nase gelindert. Manche Medikamente unterdrücken auch den Hustenreiz. Allerdings sind einige Kombinationspräparate bei Diabetes mellitus, andere bei Bluthochdruck und Blasenentleerungsstörungen mit Restharnbildung – zum Beispiel Prostatabeschwerden – nicht geeignet. Beachten Sie hierzu bitte den Beipackzettel.

Im Allgemeinen sind Einzelpräparate den Kombinationsmedikamenten vorzuziehen. Denn es kann bei Kombimitteln zur Übermedikation kommen. Das heißt, dass überflüssige Mittel eingenommen werden. So nimmt man mit einem Kombimittel oft fiebersenkende Medikamente und Mittel zur Hustenbekämpfung ein, obwohl vielleicht ein einfaches Hustenmittel ausreichen würde.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Auch weitere Hinweise zu den einzelnen Medikamenten finden Sie im Beipackzettel.

Therapie von allergischem Schnupfen

Bei einem allergischen Schnupfen können zum Beispiel antiallergische Nasensprays und Antihistaminika die Beschwerden lindern. Die beste Therapie bei einer allergischen Rhinitis ist jedoch, die Allergene – also die allergieauslösenden Substanzen – komplett zu meiden. Doch diese sogenannte Allergenkarenz ist nicht immer möglich.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.02.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; Vitanet-dsb, Vitanet-gg; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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