Schnupfen (Rhinitis)

Schnupfen (Rhinitis) ist das häufigste Erkältungssymptom. Laut Statistik erkrankt jeder Erwachsene dreimal jährlich an Schnupfen, Kindergarten- und Schulkinder noch häufiger. Die Ansteckungsgefahr ist beim Aufenthalt in geschlossenen Räumen besonders groß.

Schnupfen Frau mit Taschentuch © Thinkstock
Wenn die Nase läuft, leidet der Patient. Doch der Körper profitiert, denn der sich bildende Nasenschleim ist eine Schutzreaktion des Körpers. Durch den Schleim sollen die Krankheitserreger ausgeschwemmt werden. Niesen verstärkt diesen Effekt: Die Eindringlinge werden herausgeschleudert.

Die Erkältungsviren können bereits beim Sprechen, Ausatmen oder Niesen übertragen werden. Meistens wissen die Infektionsüberträger gar nicht, dass sie ansteckend sind. Die ersten Symptome des Schnupfens treten etwa zwei Tage nach der Ansteckung auf. Wenn der Schnupfen dauerhaft oder saisonabhängig auftritt, kann auch eine Allergie die Ursache dafür sein (allergische Rhinitis). Die meisten kennen ihn als Heuschnupfen.

Behandlung beim Schnupfen

Schnupfen kann in den meisten Fällen selbst behandelt werden. In der Apotheke sind zur Behandlung abschwellende Nasensprays oder -tropfen erhältlich. Diese sollten jedoch nur kurzfristig eingesetzt werden. Tritt der Schnupfen als Symptom einer Grippe auf, können auch Grippemittel zum Einsatz kommen.

Nasennebenhöhlenentzündung: Eine häufige Komplikation

Schnupfen ist meist harmlos, aber es gibt auch Komplikationen. Die Nasennebenhöhlen stehen mit dem Naseninneren in Verbindung. Normalerweise schützt eine Schleimhaut, die Nase und Nebenhöhlen auskleidet, den Organismus vor Fremdkörpern und Infekten. Mit Hilfe von Flimmerhärchen filtert sie Staub und Schmutzpartikel bis zu einer bestimmten Größe ab. Gleichzeitig sorgen die Flimmerhärchen für den Abtransport von Nasenschleim zum Rachen.

Damit Krankheitserreger gar nicht erst eindringen können, sitzen in der Schleimhaut zahlreiche Abwehrzellen. Wird die Schleimhaut jedoch durch Viren geschädigt, kann diese wichtige Abwehrfunktion gestört sein. Nachfolgend nisten sich häufig Bakterien in die Schleimhaut ein und dringen bis zu den Nasennebenhöhlen vor. Eine häufige Komplikation bei Schnupfen ist deshalb die Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis).
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.05.2013
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; Vitanet-dsb, Vitanet-gg; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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