Therapie bei Schmerzen: Zunächst werden Nicht-Opioide eingesetzt

Schmerzmittel, die nicht am Opiatrezeptor des Gehirns oder Rückenmarks angreifen, sondern über andere Mechanismen wirken, werden als Nicht-Opioide bezeichnet. Einige dieser Schmerzmedikamente rufen stärkere, andere weniger starke unerwünschte Wirkungen hervor. Sie werden für die erste Stufe des WHO-Stufenschemas zur Schmerztherapie angewendet.

Zu den Nicht-Opioiden gehören:
  • Metamizol
  • Diclofenac
Dabei wirkt Acetylsalicylsäure besonders gut gegen Knochenschmerzen. Es können nach längerer Einnahme aber auch unerwünschte Wirkungen im Magen-Darm-Trakt, wie zum Beispiel Blutungen auftreten.

Die schmerzlindernde Wirkung von Metamizol ist am stärksten von diesen genannten Präparaten, als seltene unerwünschte Wirkung können Veränderungen im blutbildenden System hervorgerufen werden. Es wirkt insbesondere bei krampfartigen Schmerzen in der Tumorschmerztherapie.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion und älteren Menschen muss man besonders vorsichtig mit den Substanzen Diclofenac und Ibuprofen sein. Beide sind allerdings sehr gut entzündungshemmend.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.02.2013
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Dr. med. Karen Strehlow, Charité - Universitätsmedizin - Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter;
  • Quellen: Grundlagen der Schmerztherapie, Thomas Flöter (Hrsg.), Medizin
  • Therapie chronischer Schmerzen, Hans W. Striebel et al., Schattauer, F.K. Verlag, 2001
  • Kompendium der medikamentösen Schmerztherapie, E. Beubler, Springer, Wien, 2003
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