Begleitmedikamente unterstützen die Schmerztherapie

Begleitmedikamente können einerseits die Wirkung von Schmerzmedikamenten verstärken, andererseits Nebenwirkungen der Schmerzmittel, insbesondere der Opioide, verringern. Kortison zum Beispiel wirkt in niedriger Dosierung appetitsteigernd und aufbauend. Vor allem für Tumorpatienten kann dies wichtig sein. In höherer Dosierung hat es eine abschwellende Wirkung, was bei Tumorpatienten insbesondere mit Metastasen eine gute schmerzlindernde Wirkung erzielen kann.

Medikamente gegen Depressionen (zum Beispiel Amitriptylin oder auch Doxepin in niedriger Dosierung) und auch Mittel gegen Krampfanfälle (zum Beispiel Carbamazepin) können die Schmerzwahrnehmung und die Schmerzverarbeitung verändern und somit gegen Schmerzen wirksam sein.
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Dr. med. Karen Strehlow, Charité - Universitätsmedizin - Berlin
  • Quellen: Grundlagen der Schmerztherapie, Thomas Flöter (Hrsg.), Medizin
  • Therapie chronischer Schmerzen, Hans W. Striebel et al., Schattauer, F.K. Verlag, 2001
  • Kompendium der medikamentösen Schmerztherapie, E. Beubler, Springer, Wien, 2003
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