Therapie bei Schmerzen: Entspannungsübungen

Stress verstärkt Schmerzen oder löst sie sogar aus. Entspannungstechniken und Methoden der Schmerzminderung wie die nachfolgend genannten bilden deshalb einen weiteren Schwerpunkt der modernen Schmerztherapie.

  • Biofeedback: Bedeutet dem Begriff nach „biologische Rückmeldung“. Messbare Größen wie Muskelspannung, Herzfrequenz und Hauttemperatur werden mithilfe von Geräten verstärkt, sodass sie der Patient wahrnehmen kann. Er lernt nun, diese Rückmeldungen einzuschätzen und willentlich zu beeinflussen.
  • Salutogenese: Wörtliche Bedeutung: „Erzeugung von Gesundheit“(als Gegensatz zum medizinischen Begriff der Pathogenese: „Entstehung von Krankheit“). Während der pathogenetische Ansatz nach dem fragt, was krank macht, fragt der salutogenetische Ansatz nach dem, was gesund macht. Indem der Patient ein Bewusstsein über seine eigenen gesundheitsfördernden Instinkte und Körpermechanismen erlangt, entwickelt er die Fähigkeit, krankmachende Faktoren abzuwehren beziehungsweise abzuschwächen und gesundheitsfördernde anzunehmen beziehungsweise zu verstärken.
  • Autogenes Training: Methode der konzentrierten Selbstentspannung. Besteht aus sechs körperbezogenen Übungen. Diese erzeugen ein Schwere- und Wärmegefühl in den Extremitäten, Leichtigkeit der Atmung, angenehme Empfindung in der Herzgegend, Wärme im Bauchraum, Kühle im Bereich der Stirn.
  • Selbsthypnose: Hierbei handelt es sich nicht um das Erlangen von spektakulären Zuständen, sondern ähnlich wie beim autogenen Training versetzt man sich bei der Selbsthypnose durch eine Reihe von Formeln in einen Entspannungszustand. Eine weitere Methode ist die Imagination, bei der durch eine bildhafte Vorstellung des Schmerzes die Schmerzwahrnehmung beeinflusst wird. Wird der Schmerz in Gedanken zum Beispiel mit den hohen Wellen einer Meeresbrandung verglichen, kann die Vorstellung der sich brechenden und allmählich abebbenden Wellen dazu beitragen, die Schmerzintensität zu reduzieren.
  • Meditation
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.02.2013
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Anja Dolski; Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter;
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