Neuropathische Schmerzen: Auch Nerven können erkranken

Neuropathische Schmerzen sind Nerveneigenschmerzen, sie entstehen also durch Schädigung der Nervenfaser selbst. Sie werden auch als neurogene Schmerzen bezeichnet und häufig als brennend oder stechend empfunden.

Häufige Ursachen sind Verletzungen, Stoffwechselerkrankungen, wachsende Tumoren oder auch Infektionen.
  • Neuralgie:
    Die Neuralgie ist der häufigste Vertreter der Nerveneigenschmerzen. Ein wichtiges Beispiel ist die Trigeminus-Neuralgie. Hier treten Schmerzen im Versorgungsgebiet des Gesichtsnervs auf, wenn dieser erkrankt ist. Auch die Zoster-Neuralgie (Nervenschmerz bei Gürtelrose) zählt zu dieser Gruppe und ist besonders im Alter eine häufige Neuralgie.
  • (Poly-)Neuropathie:
    Ein typischer Vertreter dieser Gruppe ist die Diabetische Neuropathie. Darunter versteht man die Beschwerden, die durch eine Nervenschädigung bei langjähriger Zuckerkrankheit hervorgerufen werden.
  • Phantomschmerzen:
    Phantomschmerzen treten häufig nach Amputationen auf, sie werden auch als Stumpf-Schmerzen bezeichnet. Bei diesen Schmerzen kommt es durch blitzartige Entladungen in den blind endenden Nerven der abgetrennten Gliedmaßen zu Missempfindungen.
  • Kausalgie:
    auch Brennschmerz genannt. Diese Schmerzform kommt meistens nach direkter Nervenverletzung, wie sie typischerweise bei Schussverletzungen auftritt, vor.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.02.2013
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Dr. med. Karen Strehlow, Charit - Universitätsmedizin - Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter;
  • Quellen: Grundlagen der Schmerztherapie, Thomas Flöter (Hrsg.), Medizin
  • Therapie chronischer Schmerzen, Hans W. Striebel et al., Schattauer, F.K. Verlag, 2001
  • Kompendium der medikamentösen Schmerztherapie, E. Beubler, Springer, Wien, 2003
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