Diagnostik bei Schmerzen: Teamarbeit ist gefragt

Sind körperliche Ursachen ausgeschlossen worden, so ist, um der Komplexität chronischer Schmerzen gerecht zu werden, eine Zusammenarbeit von Ärzten verschiedenster Fachrichtungen unerlässlich. Internisten, Neurologen und Radiologen können sich gegenseitig bei folgenden diagnostischen Schritten ergänzen, die nach der Anamnese und Begutachtung der Krankenakten nötig sind:
  • Eingehende körperliche Untersuchung
  • Neurologische Untersuchung: Dabei ermittelt der Arzt den Funktions- und Leistungszustand des Nervensystems. Diesen dokumentiert er im Neurostatus, dem neurologischen Befund.
  • Neurophysiologische Diagnostik: Die Elektro-Neurografie (ENG) ist eine Untersuchung der Nervenleitung. Sie wird an peripheren Nerven angewendet, also nicht im Bereich von Gehirn und Rückenmark. So lässt sich die Geschwindigkeit bestimmen, mit der ein Nerv elektrische Signale weiterleitet. Außerdem wird gemessen, wie gut eine elektrische Nervenreizung auf den entsprechenden Muskel übertragen wird. Mithilfe eines ENG können Ärzte die Art und Schwere verschiedener peripherer Nervenerkrankungen einordnen. Die Elektro-Myografie (EMG) ist ein technisches Untersuchungsverfahren, bei dem die natürliche elektrische Aktivität eines Muskels gemessen wird. Sie gibt Hinweise darauf, ob der Muskel selbst erkrankt ist oder ob der Nerv, der diesen Muskel mit Informationen versorgt, nicht ausreichend funktioniert.
  • Bildgebende Untersuchungsverfahren wie Ultraschall, Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) und Computer-Tomografie (CT) sind meistens schon in der Phase der Abklärung körperlicher Ursachen zum Einsatz gekommen, können jedoch gelegentlich für eine weiterführende Diagnostik nötig sein.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 05.01.2009
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Anja Dolski; Medizinredakteurin
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