Moderne Diagnostik ist chronischen Schmerzen auf der Spur

Schmerz ist ein Ereignis, das immer sowohl den Körper als auch die Seele des Menschen betrifft. Gerade chronische Schmerzen werden maßgeblich durch seelische Belastungen und psychische Probleme beeinflusst. Für die Diagnose Chronische Schmerzerkrankung sind daher aufwendige Untersuchungen notwendig. Schließlich müssen zunächst alle infrage kommenden körperlichen Ursachen des Leidens ausgeschlossen werden.

Schmerztagebuch führen

Die Diagnosestellung beginnt damit, dass sich der behandelnde Arzt viel Zeit für eine gründliche Schmerzanamnese nimmt. Dabei ist es hilfreich, wenn der Patient ein „Schmerztagebuch“ führt. Darin trägt er ein, wann, unter welchen Umständen und in welcher Intensität der Schmerz auftritt und welche Maßnahmen beziehungsweise Verhaltensweisen eine Linderung herbeiführen. Mithilfe einer visuellen Analogskala kann der Patient die Intensität des Schmerzes angeben. Einfache Symbole, wie fröhliche oder schmerzverzerrte stilisierte Gesichter repräsentieren die Schmerzskala von eins bis zehn.

Fragen zum Schmerz beantworten

Für Patienten, die unter Schmerzen leiden, ist es sinnvoll, sich zunächst darüber klar zu werden, wann, wie oft und in welcher Form die Schmerzen auftreten. Dabei kann eine Liste mit Fragen zum Schmerz helfen.

Beide Formen ergänzen sich, sodass es durchaus sinnvoll ist, zunächst einen Fragenkatalog zum Schmerz zu beantworten, um dann regelmäßig ein Schmerztagebuch zu führen.

Vorbefunde sichten

Der nächste Schritt besteht darin, dass der Arzt alle Vorbefunde wie Arztbriefe oder Ergebnisse bildgebender Verfahren sichtet, die im Zusammenhang mit der Schmerzsymptomatik relevant sind. Je nachdem, wie weit die Schmerzkarriere des Patienten bereits fortgeschritten ist, erfordert dieser Schritt viel Zeit und Mühe. Zudem können weitere körperliche Untersuchungen Aufschluss über die Schmerzursache geben.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.02.2013
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Dr. med. Karen Strehlow, Charité - Universitätsmedizin - Berlin; Redaktion vitanet.de: Anja Dolski, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter;
  • Quellen: Grundlagen der Schmerztherapie, Thomas Flöter (Hrsg.), Medizin
  • Therapie chronischer Schmerzen, Hans W. Striebel et al., Schattauer, F.K. Verlag, 2001
  • Kompendium der medikamentösen Schmerztherapie, E. Beubler, Springer, Wien, 2003
  • Dr. med. Robert Reining, Dr. rer. nat. Anita Schweiger: Endlich weniger Schmerzen. Stuttgart 2006.
  • Renée Bader, Guido Gallacchi: Schmerzkompendium – Schmerzen verstehen und behandeln. Stuttgart 2001.
  • Ulf Werner: Alarmsignal Schmerz – Seelische Ursachen von Schmerzen verstehen und behandeln. Stuttgart 2004.
  • http://www.akh-consilium.at/daten/schmerz (Universitätsklinikum Wien)
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