Definition: Was genau ist Schmerz?

Jeder von uns kennt Schmerzen. Sie können bohren, stechen, brennen, zerren oder ziehen. Haben wir Schmerzen, so sind unser Wohlbefinden und unsere Lebensqualität beeinträchtigt. Als Dauerzustand können sich Schmerzen sogar zu einem eigenständigen Krankheitsbild (Schmerzkrankheit) entwickeln.

Obwohl Schmerzen zu den ältesten Erfahrungen von Menschen gehören und sehr weit verbreitet sind, fällt es bis heute schwer zu definieren, was Schmerz genau ist. Die bislang einzige allgemein anerkannte Schmerz-Definition stammt aus dem Jahr 1986 von einer Gruppe von Forschern, die sich mit Schmerzen befassen, der IASP (International Association for the Study of Pain), und lautet:

„Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potentieller Gewebsschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird.“
Schmerzen sind eine vielschichtige Sinnesempfindung. Sie sind immer ein körperliches und seelisches Erlebnisund das Produkt komplizierter Abläufe in unserem Körper. Schmerzen lassen sich nicht direkt durch Geräte messen, da sie ganz individuell empfunden und geäußert werden.

Grundsätzlich gilt: Schmerzen sind ein lebenswichtiges Alarmsignal des Körpers. Sie haben die Funktion, unsere Gesundheit zu schützen. Durch Schmerzen werden wir auf eine Gefahr aufmerksam.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.02.2013
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Dr. med. Karen Strehlow, Charité - Universitätsmedizin - Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter;
  • Quellen: Grundlagen der Schmerztherapie, Thomas Flöter (Hrsg.), Medizin
  • Therapie chronischer Schmerzen, Hans W. Striebel et al., Schattauer, F.K. Verlag, 2001
  • Kompendium der medikamentösen Schmerztherapie, E. Beubler, Springer, Wien, 2003
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung