Schmerz

Schmerzen signalisieren immer, dass irgendwo im Körper etwas nicht in Ordnung ist oder dass ein schädlicher äußerer Einfluss die Gesundheit des Organismus bedroht. Schmerzen sind also ein Warnsignal.

Frau Nackenschmerzen © Thinkstock
Schmerzen können sich auf ganz unterschiedliche Weise äußern: Manchmal sind die Schmerzen ziehend und kommen in Schüben wie bei einer Gallenkolik, manchmal sind sie stechend und ausstrahlend wie bei einem Hexenschuss oder aber dumpf und drückend wie bei Kopfschmerzen.

Bei vielen Menschen kommen akute Beschwerden in bestimmten Abständen oder in gewissen Lebenssituationen immer wieder. Solche Attacken treten zum Beispiel als Rückenschmerzen oder Migräne auf. Sie sind oft ein Zeichen für Überlastung, etwa durch Stress am Arbeitsplatz oder durch Probleme in der Familie.

Hilfe bei akuten Schmerzen

Unabhängig davon, welche Art von Schmerz das Wohlbefinden beeinträchtigt, bei jedem Schmerz, der über mehrere Tage besteht, gilt: Die Ursache sollte vom Haus- oder Facharzt unbedingt abgeklärt werden.

Aber: So beängstigend Schmerzen auch sein können, Panik macht sie nur noch schlimmer und erschwert obendrein ein vernünftiges Reagieren auf die Situation. Akute Schmerzen sollte man nicht dadurch verdrängen, dass man jedes Mal sofort zur Schmerztablette greift. Diese Strategie führt dazu, dass ein Arzt erst dann hinzugezogen wird, wenn sich die Symptome nicht mehr ignorieren lassen und der Körper vielleicht schon schweren Schaden genommen hat oder die Schmerzen chronisch geworden sind.

Schmerzen im Alter

Viele ältere Menschen haben Schmerzen und denken, dass dies im Alter ganz normal sei und dass man dagegen nichts machen kann oder machen muss. Schmerzen gehören zu den häufigsten Körperbeschwerden bei über 60-Jährigen. Mit Ausnahme der Rückenschmerzen finden sich Schmerzen im Alter in der Regel häufiger bei Frauen als bei Männern.

Generell teilt man Schmerzen in akute und in chronische Schmerzen auf. Insbesondere chronische Schmerzen führen dazu, dass Betroffene oftmals in eine schlechte Stimmung kommen oder sogar depressiv werden. So zeigen ältere Schmerzpatienten oftmals eine negative Einstellung zum Alter, sind eher niedergeschlagen und weniger zuversichtlich und können alltägliche Probleme schlechter bewältigen. Damit Betroffene so wenig wie nötig leiden, müssen sie rechtzeitig gezielt und ausreichend schmerztherapeutisch behandelt werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.02.2013
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Dr. med. Karen Strehlow, Charité - Universitätsmedizin - Berlin; Redaktion vitanet.de: Anja Dolski, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter;
  • Quellen: Grundlagen der Schmerztherapie, Thomas Flöter (Hrsg.), Medizin
  • Therapie chronischer Schmerzen, Hans W. Striebel et al., Schattauer, F.K. Verlag, 2001
  • Kompendium der medikamentösen Schmerztherapie, E. Beubler, Springer, Wien, 2003
  • Dr. med. Günter Gerhard, Julia Pross: Schmerzen: Nicht unterdrücken, sondern behandeln – was die moderne Schmerztherapie für Sie tun kann. Stuttgart 2003.
  • Dr. med. Robert Reining, Dr. rer.nat. Anita Schweiger: Endlich weniger Schmerzen. Stuttgart 2006.
  • Robert F. Schmidt (Hrsg.), Florian Lang (Hrsg.), Manfred Heckmann (Hrsg.): Physiologie des Menschen: mit Pathophysiologie. 31. Aufl. Berlin/Heidelberg 2011.
  • http://www.planet-wissen.de
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