Sozialarbeit nach dem Schlaganfall

Sozialarbeiter helfen, das Leben nach der Klinik-Entlassung zu planen

Die Sozialarbeit nimmt im ganzheitlichen Betreuungskonzept der Schlaganfall-Patienten eine wichtige Vermittlerrolle zwischen dem Therapeutenteam und der Lebenswelt der Patienten einschließlich seiner Bezugspersonen ein.

Durch die umfassende Erhebung biographischer Daten der Patienten und der aktuellen häuslichen, familiären, sozialen und wirtschaftlichen Situation (Sozialanamnese) gewinnt der Sozialdienst wichtige Informationen. Diese sind für die Behandlungsplanung und die Festlegung des Rehabilitationszieles entscheidend.

Zum Beispiel muss während der Behandlung geklärt werden, ob der Betroffene nach dem Aufenthalt im Krankenhaus oder der Rehabilitationsklinik wieder selbstständig leben können wird, ob die Wohnung zum Beispiel rollstuhlgerecht umgebaut werden muss oder ob eine dauerhafte Pflege organisiert werden muss. Viele dieser Planungen brauchen Zeit, sodass so früh wie möglich damit begonnen werden sollte.

Ziele und Aufgaben der Berufsgruppe Sozialarbeit

  • Erhebung der Sozialanamnese
  • Hilfeleistung bei der Lebensplanung der Patienten aufgrund ihrer durch die Krankheit veränderten Lebensumstände
  • Organisation von Maßnahmen zur Wohnraumanpassung
  • Vermittlung von Hilfsdiensten oder Hilfsmitteln
  • Herstellung von Kontakten zu Selbsthilfegruppen
  • Hilfe bei der Durchsetzung leistungsrechtlicher Ansprüche
  • Vermittlung an weiterführende Institutionen
  • Angehörigenberatung
  • Krisenintervention
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.09.2014
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet.de;
  • Quellen: I. Füsgen: Der ältere Patient
  • T. Nikolaus: Klinische Geriatrie