Schlaganfall: Ratgeber und Selbsthilfe

Ein schwerer Schlaganfall ändert das Leben der Betroffenen meist völlig. Die direkten körperlichen Ursachen können oft gut behandelt werden. In vielen Fällen ist die weitaus größere Herausforderung mit den Folgen des Schlaganfalls im Alltag zurechtzukommen. Tipps und Ratschläge können dabei helfen, den Weg zurück ins Leben zu finden.

Wie kann man durch einen angemessenen Lebensstil das Risiko für einen weiteren Schlaganfall verringern? Sportliche Betätigung kann wahre Wunder wirken: Bewegung ist gut für Herz und Kreislauf und hilft dabei, gelähmte Körperpartien zu trainieren. Doch wer Sport nach einem Schlaganfall treiben will, sollte das unbedingt mit einem Arzt besprechen. Nicht alle Sportarten sind geeignet.

Wenn die Psyche leidet

Neben den körperlichen Beeinträchtigungen leiden Schlaganfall-Patienten oft auch unter psychischen Problemen. Betroffene haben am eigenen Leib zu spüren bekommen, wie verwundbar und hilflos sie sein können. Viele entwickeln aufgrund dieser Erfahrungen eine Depression (die sogenannte post stroke depression). Wird sie rechtzeitig erkannt, kann sie jedoch gut behandelt werden.

Folgen für Angehörige

Ein Schlaganfall kann auch für die Angehörigen des Patienten sehr belastend sein. Muss der Patient plötzlich rund um die Uhr gepflegt werden, ist das für alle Beteiligten eine unbekannte Situation. Der richtige Umgang mit dem Betroffenen ist eine Herausforderung. Das richtige Maß zwischen Forderung und Hilfe muss gefunden werden. Damit das gelingt, empfehlen Experten, eine Schulung für Angehörige wahrzunehmen. Hier erhalten sie auch hilfreiche Tipps für die Pflege zu Hause und lernen, den Patienten besser zu verstehen.

Doch was ist zu tun, wenn man die Pflege des Patienten nicht mehr aus eigener Kraft schafft? Bei vielen Menschen löst die Frage, ob der Angehörige in ein Heim gegeben werden muss, einen großen Gewissenskonflikt aus. Spezielle Beratungseinrichtungen helfen dabei, die richtige Entscheidung zu treffen.

Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.09.2014
  • Autor/in: Dr. Maria-Beate Effertz, Allgemeinmedizinerin, Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Hans Christoph Diener: Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Motorische Therapien für die obere Extremität zur Behandlung des Schlanganfalls: Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, 2009