Diagnose Schlaganfall: Manchmal ist eine Angiografie nötig

Bei der Angiografie, also der Blutgefäßdarstellung mit Kontrastmittel, wird ein Gefäßkatheter bis in die Halsschlagader vorgeschoben und ein Kontrastmittel gespritzt. Diese Untersuchung ist mit einem gewissen Risiko verbunden.

Möglich sind lokale Blutergüsse und Nachblutungen, außerdem allergische Reaktionen und Nierenschädigungen durch das Kontrastmittel. Der Vorteil der Angiografie ist allerdings, dass während der Untersuchung auch Eingriffe im Gefäß vorgenommen werden können. Während der Untersuchung können die Fachärzte in einigen Fällen verengte Gefäße aufdehnen, Blutgerinnsel auflösen oder ein Aneurysma (Blutgefäßaussackung) ausschalten.

Der Patient bekommt ein Kontrastmittel gespritzt

Die Angiografie ist die Darstellung von Blutgefäßen mittels Röntgenstrahlen. Auf dem Röntgenbild zeichnet sich der mit Kontrastmittel gefüllte Gefäßinnenraum ab. Das resultierende Bild nennt man Angiogramm.

Zuerst wird ein Röntgenbild von der untersuchten Körperregion – im Fall eines Schlaganfall-Patienten von der Kopf und Halsregion – angefertigt. Radiologen nennen dieses Bild Leeraufnahme. Im nächsten Schritt wird ein Katheter oder die Injektionsnadel in das Blutgefäß eingeführt, das untersucht werden soll, und das Kontrastmittel gespritzt. In schneller Abfolge werden dann weitere Röntgenbilder angefertigt.

Werden diese Bilder digital gespeichert, kann der Arzt die Leeraufnahme mit den Angiografie-Aufnahmen verrechnen – quasi subtrahieren, sodass störende Bildelemente, die auf beiden Bildern vorhanden sind (zum Beispiel Knochen), dadurch ausgeblendet werden. Das erleichtert die Auswertung der Aufnahmen. Mediziner nennen dieses Verfahren auch digitale Subtraktionsangiografie.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.09.2014
  • Autor/in: Dr. Maria-Beate Effertz, Allgemeinmedizinerin, Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Hans Christoph Diener: Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Motorische Therapien für die obere Extremität zur Behandlung des Schlanganfalls: Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, 2009
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