Diagnose Schlaganfall: EKG, EEG, Blutdruck- und BZ-Messung sind ein Muss

CT, MRT, Duplex-Sonografie und die Angiografie geben bei einem akuten Schlaganfall sehr genau Auskunft über das betroffene Hirnareal. Ein Blick auf die gesamte körperliche Verfassung ist aber ebenso wichtig, da ein Schlaganfall viele Ursachen haben kann – besonders solche, die vom Herzen  ausgehen.

Zur grundlegenden Diagnostik nach einem Schlaganfall gehören:
  • Blutabnahme, Blutzuckeranalyse
  • Blutdruckmessung
  • Elektrokardiogramm (EKG), meistens zusätzlich mobiles Langzeit-EKG
  • Elektroenzephalogramm (EEG): Bei EEG wird die elektrische Aktivität von Nervenzellen im Gehirn, auch Hirnströme genannt, ähnlich wie beim EKG gemessen. So lassen sich Aussagen über die Funktion einzelner Gehirnregionen treffen
  • Ultraschalluntersuchung des Herzens: die Echokardiografie
  • Monitoring: die Atemfrequenz, Sauerstoff- und Kohlendioxidbestimmung des Blutes, Herzfrequenz, EKG und Temperatur messen und zeichnen Ärzte und Pflegekräfte kontinuierlich auf
  • Untersuchungen von Folgekrankheiten wie Infektionen und Stoffwechselentgleisungen wie Elektrolytstörungen
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.09.2014
  • Autor/in: Dr. Maria-Beate Effertz, Allgemeinmedizinerin, Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Hans Christoph Diener: Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Motorische Therapien für die obere Extremität zur Behandlung des Schlanganfalls: Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, 2009