Schlafstörungen vorbeugen

Schlaf ist für einen gesunden Körper genauso wichtig wie eine ausgewogene Ernährung und Sport. Wie Sie Schlafstörungen vorbeugen.

Der Schlaf hat oft das Nachsehen gegenüber der Arbeit, Partys und Konzertbesuchen – manchmal sogar gegenüber dem Fernsehen. Allerdings: Schlaf ist genauso wichtig für die Gesundheit wie vollwertige Ernährung und Sport. Ein nachlässiger Umgang mit dem Schlaf kann sich rächen, Schlafstörungen die Folge sein. Dem sollten Sie vorbeugen.

Bin ich Lerche oder Eule?

Man sollte auf seinen Schlaf achten, um Schlafstörungen vorzubeugen. Dazu gehört, die Regeln der Schlafhygiene einzuhalten und seinen Schlaftyp zu berücksichtigen. So sind „Lerchen“, also die Morgentypen, beispielsweise für den Barbetrieb weniger geeignet. „Eulen“ hingegen, die Spätaufsteher, werden wahrscheinlich im Bäckerhandwerk seltener glücklich.

Wie viel Schlaf brauche ich?

Auch ein Blick auf das persönliche Schlafbedürfnis ist wichtig, um Schlafstörungen vorzubeugen. Acht Stunden Schlaf pro Nacht sind nur eine Faustregel. Mancher braucht neun Stunden, um sich am nächsten Morgen frisch und erholt zu fühlen, ein anderer kommt mit sieben Stunden aus, einigen Menschen reichen vier Stunden. Wie viele Stunden Schlaf für Sie ideal sind, finden Sie am besten im Urlaub heraus. Machen Sie eine Schlafkur und schlafen Sie immer, wenn Ihnen danach ist – und so lange, bis Sie von selbst aufwachen.

Machen Sie Pausen

Wenn Sie Schlafstörungen vorbeugen wollen, ist es auch wichtig, dass Sie tagsüber auf Pausen achten. Nur wer entspannen kann, findet leicht in den Schlaf, der ein Zustand völliger Entspannung ist.

Bei Schlafstörungen zum Arzt

Wenn Sie mit andauernden Schlafproblemen zu kämpfen haben, zögern Sie nicht lange mit dem Arztbesuch. Gerade für die Schlaflosigkeit gilt: Je früher sie behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 18.02.2019
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizin-Journalistin, Charité Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Dr. Ingo Fietze, Thea Herold, Der Schlafquotient, Hoffmann und Campe, Hamburg
  • Robert Koch-Institut, Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 27: Schlafstörungen, Berlin
  • Interview mit Dr. Ingo Fietze, Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Charité
  • Interview mit Psychologin Sandra Zimmermann vom Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrum der Charité
  • Interview mit Dr. Peter Geisler vom Schlafmedizinischen Zentrum der Universitätsklinik Regensburg
  • Interview mit Michael Maar, Atemtherapeut im Ilse-Middendorf-Institut in Berlin
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