Ursachen und Risikofaktoren für Schlafstörungen

Schlafstörungen kennt fast jeder. Die Ursachen für Schlafstörungen sind häufig emotionale Belastungen – Schlaflosigkeit kann aber viele auch andere Gründe haben.

Frau kann nicht schlafen © Thinkstock
Kummer und Sorgen sind die häufigsten Ursachen.
Stress in der Arbeit, Streit mit dem Partner, finanzielle Probleme – einige Menschen schlafen trotz alledem friedlich, andere liegen wochenlang nachts wach. Der Grund: Emotionale Belastungen sind häufig die Ursache von schlechtem Schlaf.<link>
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Weitere Ursachen von Schlafstörungen sind:

  • die hormonelle Umstellung während der Wechseljahre
  • eine ungesunde Lebensführung: Ein spätes und/oder üppiges Abendbrot beispielsweise kann durch die Verdauungsarbeit zu Schlafstörungen führen.
  • hoher Alkoholkonsum. Er macht zunächst zwar müde, der Schlaf wird jedoch unterbrochen, sobald die Wirkung nachlässt.
  • Koffein: Es behindert das Einschlafen.
  • Reizüberflutung durch helles Licht, Straßenlärm oder langes Fernsehen
  • Hitze
  • Schmerzen
  • Krankheiten wie Depression, Demenz, Parkinson, Refluxkrankheit (Sodbrennen), Polyneuropathie, Nieren- und Leberfunktionsstörungen, Angina pectoris und COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung)
  • Krankheiten, die die Atmung beeinträchtigen – beispielsweise grippale Infekte
  • Nebenwirkungen bestimmter Medikamente, beispielsweise bei manchen Mitteln gegen Depressionen, blutdrucksenkenden Mitteln, Mitteln bei Morbus Parkinson, Asthmamitteln oder Medikamenten zur Entwässerung
  • Störungen des Biorhythmus – zum Beispiel durch Schichtdienst
  • Übergewicht
Auch der regelmäßige Verstoß gegen die Regeln der Schlafhygiene kann die Ursache für Schlafstörungen sein. Wer zum Beispiel abends Kaffee trinkt und raucht oder sich tagsüber nicht ausreichend bewegt, kann leicht Schlafstörungen entwickeln.

Übergewicht und Alkohol: Ursachen für Schlafapnoe

Bei der Schlafapnoe spielen Sorgen und Stress als Ursache keine Rolle. Von den nächtlichen  Atemaussetzern sind vor allem Männer über 40 Jahre betroffen, aber auch Frauen im Klimakterium - also in den Wechseljahren. Weitere Ursachen und Risikofaktoren für diese Form der Schlafstörung sind:

Gene als Ursachen für Schlafstörungen?

Nach dem heutigen Stand der Forschung liegt es dem Menschen zwar nicht in den Genen“, ein schlechter oder sensibler Schläfer zu sein, es wird jedoch eine genetische Veranlagung als Ursache für Schlafstörungen vermutet – zumindest bei Menschen, die bereits in frühen Jahren Symptome der Insomnie wahrnehmen. Viele erwachsene Menschen mit Schlafstörungen berichten, dass sie bereits in der Schulzeit einen leichten Schlaf hatten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 18.02.2019
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizin-Journalistin, Charité Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Dr. Ingo Fietze, Thea Herold, Der Schlafquotient, Hoffmann und Campe, Hamburg
  • Robert Koch-Institut, Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 27: Schlafstörungen, Berlin
  • Interview mit Dr. Ingo Fietze, Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Charité
  • Interview mit Psychologin Sandra Zimmermann vom Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrum der Charité
  • Interview mit Dr. Peter Geisler vom Schlafmedizinischen Zentrum der Universitätsklinik Regensburg
  • Interview mit Michael Maar, Atemtherapeut im Ilse-Middendorf-Institut in Berlin
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