Stimulus-Kontrolle als Therapie bei Schlafstörungen

Wer unter Schlafstörungen leidet, beginnt allmählich, das Bett mit quälenden Wachphasen und Gefühlen der Anspannung zu verbinden. Das fördert wiederum die Schlafstörungen. Die Stimulus-Kontrolle hilft dem Schlaflosen, wieder positive Gefühle mit dem Bett zu verknüpfen.

Die zentrale Regel der Stimulus-Kontrolle lautet: Das Bett ist nur zum Schlafen da und nur im Bett darf geschlafen werden. Für den Schlaflosen bedeutet dies
  • nur müde ins Bett gehen
  • im Bett nicht fernsehen, telefonieren, essen oder streiten; Sex ist erlaubt, er fördert sogar den Tiefschlaf
  • bei Wachphasen das Bett verlassen und etwas Angenehmes machen wie Lesen, Musik hören oder Rätsel lösen
  • tagsüber kein Nickerchen halten
  • nicht vor dem Fernseher einschlafen
  • regelmäßige Aufstehzeiten einhalten, auch am Wochenende.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 04.11.2014
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizin-Journalistin, Charité Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Dr. Ingo Fietze, Thea Herold, Der Schlafquotient, Hoffmann und Campe, Hamburg 2006
  • Robert Koch-Institut, Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 27: Schlafstörungen, Berlin 2005
  • Interview mit Dr. Ingo Fietze, Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Charité
  • Interview mit Psychologin Sandra Zimmermann vom Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrum der Charité
  • Interview mit Dr. Peter Geisler vom Schlafmedizinischen Zentrum der Universitätsklinik Regensburg
  • Interview mit Michael Maar, Atemtherapeut im Ilse-Middendorf-Institut in Berlin