Schlafrestriktion lässt bei Schlafstörungen effektiver schlafen

Schlafrestriktion, also die Schlafzeit reduzieren, um Schlafstörungen zu kurieren? Das klingt beim ersten Hören paradox, kann aber ein erfolgreicher Ansatz sein.

Wenn der Schlaf auf die Zeit von Mitternacht bis sechs Uhr früh reduziert ist, fällt das Einschlafen sehr viel leichter und wegen der großen Erschöpfung meistens auch das Durchschlafen. Auch wenn Sie dabei insgesamt nur sechs Stunden schlafen: Die Schlafeffektivität steigt, da der Schlaf nicht so häufig durch nächtliches Aufwachen gestört wird. Wenn Sie sechs Stunden ohne Unterbrechung durchschlafen, erhöhen die Schlafmediziner die Ration um zehn bis 15 Minuten. Können Sie auch diese Zeit komplett mit Schlaf ausfüllen, kommen weitere zehn bis 15 Minuten hinzu – und so weiter und so fort.

Nach Einschätzung von Experten ist die Schlafrestriktion die effektivste nichtmedikamentöse Therapie bei Schlaflosigkeit.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 22.10.2014
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizin-Journalistin, Charité Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Dr. Ingo Fietze, Thea Herold, Der Schlafquotient, Hoffmann und Campe, Hamburg 2006
  • Robert Koch-Institut, Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 27: Schlafstörungen, Berlin 2005
  • Interview mit Dr. Ingo Fietze, Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Charité
  • Interview mit Psychologin Sandra Zimmermann vom Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrum der Charité
  • Interview mit Dr. Peter Geisler vom Schlafmedizinischen Zentrum der Universitätsklinik Regensburg
  • Interview mit Michael Maar, Atemtherapeut im Ilse-Middendorf-Institut in Berlin