Schlafrestriktion: effektiver schlafen

Schlafrestriktion, also die Schlafzeit reduzieren, um Schlafstörungen zu kurieren? Das klingt zunächst paradox, kann aber helfen.

Wenn der Schlaf auf die Zeit von Mitternacht bis sechs Uhr früh reduziert ist, fällt das Einschlafen sehr viel leichter und wegen der großen Erschöpfung meistens auch das Durchschlafen. Auch wenn Sie dabei insgesamt nur sechs Stunden schlafen: Die Schlafeffektivität steigt, da der Schlaf nicht so häufig durch nächtliches Aufwachen gestört wird. Wenn Sie sechs Stunden ohne Unterbrechung durchschlafen, erhöhen die Schlafmediziner die Schlaflänge um zehn bis 15 Minuten. Können Sie auch diese Zeit komplett durchschlafen, kommen weitere zehn bis 15 Minuten hinzu – und so weiter. Allerdings ist das Verfahren sehr anstrengend und verlangt einen willensstarken Patienten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 22.02.2019
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizin-Journalistin, Charité Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Dr. Ingo Fietze, Thea Herold, Der Schlafquotient, Hoffmann und Campe, Hamburg
  • Robert Koch-Institut, Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 27: Schlafstörungen, Berlin
  • Interview mit Dr. Ingo Fietze, Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Charité
  • Interview mit Psychologin Sandra Zimmermann vom Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrum der Charité
  • Interview mit Dr. Peter Geisler vom Schlafmedizinischen Zentrum der Universitätsklinik Regensburg
  • Interview mit Michael Maar, Atemtherapeut im Ilse-Middendorf-Institut in Berlin
  • Nichtmedikamentöse Therapie der Insomnie, Schlafmedizinisches Zentrum München: online unter: https://www.schlafzentrum.med.tum.de/index.php/page/nichtmedikamentoese-therapie-der-insomnie (10.09.2018).
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