Therapie bei Schlafstörungen: So schlafen Sie gut

Schäfchen zählen oder Bier vor dem Zubettgehen? Bei Schlafstörungen werden die verschiedensten Therapien angepriesen, die das Einschlafen erleichtern sollen. Tatsächlich können oft schon einige einfache Tipps Ihnen zu einem besseren Schlaf verhelfen. Doch nicht alle Hausmittel gehören wirklich zur sogenannten Schlafhygiene: Bier ganz sicher nicht.

Neben den Regeln der Schlafhygiene können Entspannungsübungen helfen, den Schlaf zu verbessern. Denn oft sind Anspannungen Ursachen für Schlafstörungen. Diese können mit Hilfe von Yoga, autogenem Training, Muskelentspannung nach Jacobson oder einer Atemtherapie abgebaut werden.

Das Bett ist nur zum Schlafen da – das ist die zentrale Aussage der sogenannten Stimulus-Kontrolle, einer weiteren Therapie bei Schlafstörungen. Wird im Bett wirklich nur geschlafen, kann der Schlaflose wieder positivere Gefühle mit dem Möbelstück verbinden.

Mit weniger Schlaf und Verhaltenstherapie gegen die Schlafstörung

Eher paradox klingt dagegen: Schlafrestriktion als Therapie bei Schlafstörungen. Doch es klappt. Wer seinen Schlaf beispielsweise auf sechs Stunden reduziert, dem fällt das Ein- und Durchschlafen leichter. Die Schlafzeiten lassen sich dann langsam steigern.

Vor allem für die Menschen, die wegen ständigem Grübeln nicht schlafen können, ist eine kognitive Verhaltenstherapie sinnvoll. Die Betroffenen lernen in der Therapie beispielsweise ihre Gedanken zu stoppen oder zum Grübeln einen Gedankenstuhl aufzusuchen. So finden Grübeleien nicht im Bett statt und die Schlafstörung lässt nach.

Medikamente für einen guten Schlaf

Helfen all diese Methoden nicht, ist der Einsatz von Schlaftabletten zur Therapie von Schlafstörungen sinnvoll. Sie durchbrechen den Teufelskreis aus Schlaflosigkeit und Angst vor der Schlaflosigkeit. Sie sind aber keine Dauerlösung und sollten mit anderen Therapien gegen Schlafstörungen kombiniert werden. Naturheilmittel gegen Schlafstörungen können länger angewendet werden. Diese enthalten beispielsweise Baldrian, Melisse oder Hopfen. Auch schlaffördernde Tees beinhalten die Wirkstoffe dieser Pflanzen und haben den Vorteil, dass das Ritual des Teetrinkens vor dem zu Bett gehen den Schlaf fördern kann. Beachten Sie jedoch: Auch pflanzliche Schlafmittel und schlaffördernde Tees können das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Sie sollten deshalb nach deren Einnahme nicht mehr aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Achten Sie auf die Hinweise in der Packungsbeilage.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 04.11.2014
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
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