So wird die Diagnose Schlafstörungen gestellt

Wer schlecht schläft, ist tagsüber müde, kann sich schlecht konzentrieren und ist weniger leistungsfähig. Schlafstörungen können außerdem das Immunsystem beeinträchtigen und zu Erkrankungen führen. Eine rechtzeitige Diagnose ist deshalb wichtig.

Je länger Schlafstörungen anhalten, desto schwerer sind sie zu behandeln. Leicht entsteht ein Teufelskreis: Zu den Schlafstörungen gesellt sich schnell die Angst vor den Schlafstörungen, was ein friedliches Schlummern erst recht verhindert. Experten raten deshalb, den Arzt spätestens dann aufzusuchen, wenn die Schlafstörungen länger als vier Wochen dauern.

Schlafstörung: zunächst Besuch beim Hausarzt

Erster Ansprechpartner bei Schlafstörungen ist der Hausarzt. Wenn Sie ein vertrauensvolles Verhältnis zu Ihrem Hausarzt haben, kann Ihnen ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem Sie auch mögliche – psychische oder physische – Auslöser beleuchten, oft schon weiterhelfen. Hat der Arzt den Verdacht, dass es für Ihre Schlafstörungen körperliche Ursachen gibt, wird er eventuell auch Blut abnehmen oder ein EKG machen. Kann er keine Diagnose stellen, wird er Sie zu einer Schlafambulanz oder einem Schlaflabor überweisen.
Neben den Schlafambulanzen gibt es über 300 Schlaflabore in Deutschland. Es ist jedoch nur bei einigen Formen von Schlafstörungen wirklich nötig und sinnvoll, eine Nacht unter genauer Beobachtung zu verbringen, beispielsweise bei Schlafapnoe oder Narkolepsie.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 18.02.2019
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM): S3-Leitlinie: Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen. Kapitel „Insomnie bei Erwachsenen“; gültig bis 2020.
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