Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Neben Diabetes mellitus ist die Schilddrüsenunterfunktion die häufigste Erkrankung, die den Hormonhaushalt betrifft. Sie ist dabei auch deutlich häufiger als die Schilddrüsenüberfunktion. In Deutschland leiden zirka zehn Prozent der Bevölkerung an einem mehr oder weniger ausgeprägten Mangel an Schilddrüsenhormonen, entweder infolge der sogenannten Hashimoto-Thyreoiditis oder weil die Struma wegen Knoten operativ entfernt wurde. Die Autoimmunkrankheit Hashimoto-Thyreoiditis wird bei rund zehn Prozent der Mütter nach der Geburt ausgelöst.

Symptome und Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion

Das Hauptmerkmal der Schilddrüsenunterfunktion, der Hypothyreose, ist ein Mangel an Schilddrüsenhormonen, der dazu führt, dass die Stoffwechselprozesse im Körper langsamer ablaufen und der Grundumsatz des Körpers verringert ist. Das bedeutet, die Betroffenen leiden unter Symptomen wie Müdigkeit, Frieren, Konzentrationsabfall oder Gewichtszunahme. Bei der Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion werden die fehlenden Schilddrüsenhormone in Tablettenform zugesetzt.

Formen der Schilddrüsenunterfunktion

Man unterscheidet zwischen primärer und sekundärer Unterfunktion: Bei der primären Unterfunktion ist die Schilddrüse direkt in ihrer Fähigkeit eingeschränkt, ausreichend Hormone zu produzieren – beispielsweise aufgrund einer Gewebeschädigung. Bei der sekundären Unterfunktion ist die Schilddrüse an sich intakt, aber die Kontrolle der Schilddrüsenaktivität durch die Hypophyse oder den Hypothalamus ist gestört.

Typischerweise sind neben der operativen Entfernung der Schilddrüse bestimmte Krankheiten wie die sogenannte Hashimoto-Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung, oder die subakute Thyreoiditis, auch Thyreoiditis de Quervain genannt, Ursachen einer Schilddrüsenunterfunktion. Sie kann jedoch auch angeboren sein – dies wird aber durch das „Neugeborenen-Screening“ in der Regel rechtzeitig entdeckt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.08.2014
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
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