Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose): Diagnosestellung

Besteht ein Verdacht auf eine Funktionsstörung der Schilddrüse, versucht der behandelnde Arzt zunächst im Patientengespräch, der Anamnese, weitere Symptome abzuklären.

Da sich eine gestörte Schilddrüse auf das gesamte Organsystem auswirkt, schließt sich eine körperliche Untersuchung an. Dazu tastet der Arzt die Schilddrüse ab, inspiziert Haut, Augen und Muskulatur und prüft Herz- und Nervenfunktion. Auf eine Überfunktion der Schilddrüse deuten beispielsweise ein schneller Herzschlag, zittrige Hände und feuchte, warme Haut hin. Bestimmte Formen der Schilddrüsenüberfunktion, zum Beispiel Morbus Basedow, machen sich auffällig an den Augen bemerkbar: Sie treten hervor, sind oft gerötet und die Lider können geschwollen sein. Zusammen mit einer vergrößerten Schilddrüse und einer erhöhten Herzschlagfrequenz wir dieses Symptom als Merseburger Trias bezeichnet.

Zur Basisuntersuchung bei Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung gehören noch eine Begutachtung des Halses mittels Ultraschall (Sonografie) und eine Blutprobe fürs Labor. Außerdem stehen noch die Szintigrafie und die Schilddrüsenpunktion als Diagnosemethoden zur Verfügung.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.04.2011
  • Autor/in: vitanet.de
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