Ursachen und Symptome des Schilddrüsenkarzinoms

Warum Schilddrüsenkrebs entsteht, ist wissenschaftlich noch nicht ganz geklärt. Gesichert ist zurzeit, dass ionisierende Strahlung Schilddrüsenkrebs hervorrufen kann, und zwar noch nach Jahren. Dabei sind besonders Kinder gefährdet, denn ihre Schilddrüse ist sehr strahlensensibel. Das Risiko ist hierbei etwa 4- bis 40- fach erhöht.

Auch eine genetische Vorbelastung erhöht das Risiko zur Ausbildung eines Schilddrüsenkarzinoms. Fast fünf Prozent aller differenzierten und bis zu 30 Prozent aller medullären Schilddrüsenkarzinome sind erblich bedingt. Das ist auch für die Vorsorge von Familienangehörigen von Bedeutung. Weiterhin hat man beobachtet, dass papilläre Karzinome häufig in Gebieten mit ausreichend Jodversorgung und follikuläre und anaplastische Schilddrüsenkarzinome häufiger in Jodmangelgebieten auftreten.

Symptome bei Schilddrüsenkrebs – die wichtigsten Anzeichen

Die Symptome sind wie bei einem Kropf: Schluckstörungen, Heiserkeit und ein Druckgefühl an der entsprechenden Stelle. Zusätzlich kann das Schilddrüsenkarzinom durch eine tastbare, derbe, oft nicht schluckverschiebliche Knotenbildung im Bereich der Schilddrüse auffallen. Typisch sind außerdem Lymphknotenschwellungen im Halsbereich. Häufig treten jedoch lange Zeit keine Symptome auf. Die Schilddrüsenfunktion ist in der Regel nicht gestört.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 05.08.2014
  • Autor/in: Monika Preuk M. A., Medizinjournalistin, vitanet; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
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