Therapie des Schilddrüsenkarzinoms

Wurde Schilddrüsenkrebs diagnostiziert und dessen Klassifikation sowie Grading festgestellt, gehen die Ärzte nach dem entsprechenden Therapieplan vor, der in den europäischen Leitlinien zur Behandlung des Schilddrüsenkarzinoms festgelegt wurde.

Meist ist ein operativer Eingriff unumgänglich. Selten wird dabei nur ein Lappen der Schilddrüse entfernt und der andere verbleibt. In der Regel wird die gesamte Schilddrüse herausgenommen. Meistens entfernen die Chirurgen auch zusätzlich nahe liegende Lymphknoten. Diese Wächterknoten werden anschließend daraufhin untersucht, ob sich der Krebs bereits ins Lymphsystem ausgebreitet hat.

In den meisten Fällen muss nach der Operation zusätzlich eine Radiojodtherapie erfolgen, um letzte im Körper verbliebene Zellen der Schilddrüse zu zerstören.

Ausführliche Informationen zur Radiojodtherapie finden Sie hier.

Falls noch Tumorreste verblieben sind oder der Schilddrüsenkrebs sich bereits ausgebreitet hat, wird in manchen Fällen eine lokale Bestrahlungsbehandlung angeschlossen. Eine Chemotherapie wird in seltenen Fällen wie beispielsweise bei mangelhafter Radiojodspeicherung oder diffuser Metastasierung angewandt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 05.08.2014
  • Autor/in: Monika Preuk M. A., Medizinjournalistin, vitanet; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
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