Formen und Stadien von Schilddrüsenkrebs

Schilddrüsenkrebs wird je nach Gewebe und den Zellen, aus denen er entsteht, in verschiedene Formen eingeteilt: Geht er von den Follikelzellen (Thyreozyten) der Schilddrüse aus, wird er als differenziertes Schilddrüsenkarzinom bezeichnet. Bei rund 70 bis 80 Prozent aller Schilddrüsenkrebsfälle handelt es sich um diese Form.

Medizinisch wird das differenzierte Schilddrüsenkarzinom nochmals in zwei Gruppen eingeteilt: die papillären Karzinome (rund 50 Prozent) und die follikulären Karzinome (etwa 30 Prozent). Weitere fünf bis zehn Prozent aller Schilddrüsenkrebsfälle sind medulläre Karzinome. Sie gehen von den C-Zellen in der Schilddrüse aus, die für den Kalziumstoffwechsel verantwortlich sind. Noch etwas seltener treten die undifferenzierten oder anaplastischen Schilddrüsenkarzinome auf.

Stadieneinteilung des Schilddrüsenkarzinoms

Je nach Ausbreitung des Tumors wird er in Stadien eingeteilt. Dabei spielen drei Kategorien eine Rolle: die Größe und Ausdehnung des Tumors (T 1 bis T 4), die Lymphknotenbeteiligung (N) und ob Metastasen (M) vorhanden sind. Zusätzlich gibt die feingewebliche Untersuchung des Tumors Aufschluss über seine Bösartigkeit (Grading). TNM-Klassifikation und Grading liefern wichtige Informationen darüber, wie der Krebs behandelt werden sollte und welche Prognose besteht.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 05.08.2014
  • Autor/in: Monika Preuk M. A., Medizinjournalistin, vitanet; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
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