Die Diagnostik des Schilddrüsenkarzinoms

Besteht ein Verdacht auf eine Erkrankung der Schilddrüse, versucht der behandelnde Arzt zunächst im Patientengespräch, der Anamnese, weitere Symptome abzuklären. Wichtig ist der Hinweis auf durchgemachte Bestrahlungen der Halsregion. Außerdem führt der Arzt eine körperliche Untersuchung durch. Dazu tastet er vor allem Hals und Schilddrüse ab.

Arzt führt bei einer Frau eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse durch © Thinkstock

Weitere Untersuchungen bei Verdacht auf Schilddrüsenkrebs

Zur Basisuntersuchung gehören noch eine Begutachtung des Halses mittels Ultraschall (Sonografie) und eine Blutprobe fürs Labor, die neben anderen, unspezifischen Blutwerten auf Schilddrüsenhormone und Calcitonin, das beim medullären Typ als Tumormarker angesehen wird, untersucht wird. Bei Verdacht auf Schilddrüsenkrebs wird eine Szintigrafie und in jedem Fall eine Schilddrüsenpunktion durchgeführt.

Bei letzterer wird das entnommene Schilddrüsengewebe auf Krebszellen hin untersucht. Weitere bildgebende Verfahren wie beispielsweise eine MRT- Untersuchung werden meistens nur bei Verdacht auf eine Metastasierung durchgeführt. Die Spiegelung von Kehlkopf, Luft-und Speiseröhre wird in der Regel zur Operationsplanung und bei Verdacht auf eine Organbeteiligung durchgeführt. Unter anderem werden dabei die Stimmbänder beurteilt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 05.08.2014
  • Autor/in: Monika Preuk M. A., Medizinjournalistin, vitanet; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
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