Schilddrüsenerkrankungen: Vorbeugen

Vielen Schilddrüsenerkrankungen, besonders dem Jodmangelkropf oder der Schilddrüsenautonomie, kann eine ausreichende Jodzufuhr gut vorbeugen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Jodaufnahme von 180 bis 200 Mikrogramm (µg).

Weil die Jodkonzentration im Meer höher ist, sind Seefische, andere Meerestiere und Algen die Hauptlieferanten von Jod. Sie sollten aus diesem Grund etwa zwei- bis dreimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen. Süßwasserfisch enthält dagegen kaum Jod. Bei den Gemüsesorten kommt das lebenswichtige Spurenelement hauptsächlich in Feldsalat, Spinat und Brokkoli vor.

Jodiertes Salz ergänzt den Bedarf teilweise

Doch eine entsprechende Nahrungsmittelauswahl allein reicht bei uns nicht aus, um einem deutlichen Jodmangel nachhaltig vorzubeugen. Deshalb sollte zusätzlich beim Kochen Jodsalz verwendet werden: Die Jodprophylaxe durch die Verwendung von Jodsalz in Privathaushalten, der Gastronomie und Nahrungsmittelindustrie hat zu einer deutlichen Verbesserung der Jodversorgung geführt. Lebensmittel mit Jodzusatz tragen ein Jodgütesiegel und die Jodzusätze sind in der Zutatenliste angegeben.

Jodsalz kann keine Überdosierung mit dem Spurenelement auslösen – einen Überschuss an Jod scheidet der Körper über die Nieren aus, sodass eine gefährlich hohe Dosis bei normaler Ernährung nicht auftritt.

In der Regel ergänzt jodiertes Kochsalz ohnehin nur etwa ein Viertel bis ein Drittel unseres Tagesbedarfs. Daneben sind Milch und Milchprodukte noch nennenswerte Jodquellen – hauptsächlich wegen der Tierfutterjodierung, über die mittlerweile der größte Anteil an Jod in unseren Körper gelangt. Schwerste Jodmangelzustände gehören heute der Vergangenheit an. Dennoch fehlt Jugendlichen und Erwachsenen derzeit im Durchschnitt noch etwa ein Drittel der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Tagesmenge.

In manchen Fällen sind Tabletten mit Jod empfehlenswert

Für alle Personengruppen, bei denen die Jodzufuhr durch Nahrungsmittel und Jodsalz nicht ausreicht oder die eine salzarme Diät einhalten, gibt es die Möglichkeit, nach Rücksprache mit dem Arzt den täglichen Jodbedarf mithilfe von Jodtabletten zu decken. Betroffene können beispielsweise streng vegetarisch lebende Personen, Menschen mit Fisch- oder Kuhmilchallergie oder Laktoseintoleranz sein. Für schwangere und stillende Frauen wird die Einnahme von Jodtabletten generell empfohlen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.08.2014
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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