Schilddrüsenerkrankungen: Therapie

Genauso vielfältig wie die Aufgaben der Schilddrüse sind ihre möglichen Erkrankungen. Dagegen steht jedoch auch eine ganze Reihe an Therapien zur Verfügung – von Tabletten und Operationen bis hin zu radioaktivem Jod. Werden Erkrankungen der Schilddrüse rechtzeitig erkannt, sind sie in der Regel gut therapierbar.

Die Wahl der richtigen Behandlung

Überfunktion, Unterfunktion, Kropf oder Krebs – die geeignete Therapieform richtet sich vor allem nach der Erkrankung. Doch auch andere Faktoren beeinflussen die Wahl der Behandlungsmethode. So ist sie beispielsweise von Ursache und Schwere der Erkrankung sowie vom Allgemeinzustand und Lebensalter des Patienten abhängig.

Jodmangelkropf und Schilddrüsenüberfunktion werden in früheren Stadien meist durch die Gabe entsprechender Medikamente behandelt, bei fortgeschrittener Erkrankung kann eine Operation notwendig werden. Manchmal – vor allem bei einer Schilddrüsenautonomie oder Morbus Basedow – kann eine Radiojodtherapie sinnvoll sein.

Die Therapie der Schilddrüsenunterfunktion besteht in der Regel darin, die fehlenden Hormone in Tablettenform zu ersetzen.

Bei dem seltenen Schilddrüsenkarzinom ist ein operativer Eingriff meist unumgänglich. Nach der Operation kann eine Radiojodtherapie erfolgen, um im Körper verbliebene Schilddrüsenzellen zu zerstören. Anschließend muss die fehlende Hormonproduktion der Schilddrüse langfristig mit Medikamenten ausgeglichen werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.08.2014
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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