Schilddrüsenerkrankungen: Szintigrafie

Am besten kann die Funktion der Schilddrüse mit einer speziell dafür entwickelten Diagnosemethode sichtbar gemacht werden: Die Szintigrafie zeigt die Aufnahme und Verteilung von radioaktiv markierten Substanzen in der Schilddrüse. Mithilfe eines leicht radioaktiven Materials werden so heiße und kalte Knoten abgebildet. Für Schwangere und stillende Frauen ist eine Szintigrafie nicht zugelassen.

Während dem Patienten früher für die Untersuchung radioaktives Jod (Jod-131) gespritzt wurde, verwendet man heute ein schwächer strahlendes Material (Technetium-99m), das die Schilddrüse aber – wie Jod – komplett aufnimmt, ohne die übrigen Organe zu belasten. Die Strahlenbelastung bei einer Szintigrafie mit Technetium-99m (zirka 0,8 mSv) ist viel geringer als die, der wir täglich im Alltag (zirka 2,5 mSv bis 4,5 mSv) ausgesetzt sind.

Die Gammakamera fängt die radioaktiven Gammastrahlen ein, die das markierte Organ aussendet. Rote, gelbe, grüne oder blaue Bereiche geben Aufschluss über die Aktivitätsverteilung des Gewebes. Gelb und rot heißt etwa: In diesem Areal reichert die Schilddrüse sehr viel Jod an – es ist also ein heißer Knoten vorhanden, die Schilddrüse ist überaktiv. Eine Zusammenballung von dunklem Blau weist dagegen auf einen kalten Knoten und somit eine mangelhafte Schilddrüsenfunktion hin.

Radioaktives Jod kommt in der Diagnostik von Schilddrüsenerkrankungen nicht mehr vor. Es wird lediglich noch als Test zur Festlegung der richtigen Menge bei einer Radiojodtherapie verwendet – und natürlich bei der Radiojodtherapie selbst. Außerdem wird es nach dem Entfernen eines bösartigen Tumors in der Schilddrüse verwendet, um Metastasen im Körper zu entdecken. Hierzu macht der Arzt eine Ganzkörperszintigrafie.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.08.2014
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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