Schilddrüsenerkrankungen: Schilddrüsenpunktion

Bei vielen Schilddrüsenkrankheiten hat der Arzt nach Anamnese, körperlicher Untersuchung, Ultraschalluntersuchung, Blutanalyse und Szintigrafie eine ausreichende Basis für die geeignete Therapie. Bei Verdacht auf einige Erkrankungen ist jedoch zusätzlich eine Gewebeprobe erforderlich. Dazu wird mit einer Nadel an der entsprechenden Stelle etwas Flüssigkeit oder Gewebe entnommen.

Die Feinnadelpunktion ist zum Beispiel nötig, wenn eine knotige Veränderung vorliegt, die auf einen bösartigen Tumor hindeutet. Ein Krebsbefund ist zwar selten, aber zur Sicherheit muss eine kleine Probe des Knotens unters Mikroskop (Biopsie). Die Punktion kann aber auch bei einer größeren Zyste sinnvoll sein, um die darin enthaltene Flüssigkeit abzusaugen und den Druck auf das umliegende Gewebe zu reduzieren. Eine Biopsie kann zudem helfen, bestimmte Formen entzündlicher Schilddrüsenerkrankungen zu unterscheiden.

Die sehr dünne Punktionsnadel sollte der Patient kaum spüren, zumal das Einstichgebiet mit einem Gel oder Spray betäubt wird. Per Ultraschall verfolgt der Arzt den richtigen Weg der Nadel.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.08.2014
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung