So beugen Sie Scheidenpilz vor

An Hautschuppen haftende mikroskopisch kleine Pilzfäden und -sporen können jahrelang überleben und hohen Temperaturen standhalten. Schonende und achtsame Körperpflege kann das Risiko für eine Infektion senken. Besonders anfällig sind Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Schuppenflechte.

Candida-Pilze

  • Bei Soorbefall von Mund und Scheide ist oftmals die Körperabwehr geschwächt; nicht selten ist der Darm beteiligt. Candida-Pilze lieben Zucker: Neigen Sie zu Scheidenpilz (Vaginalmykose), sollten Sie sich möglichst ballaststoffreich ernähren und auf zu viel Süßes verzichten. Mit einem guten Maß an Bewegung und Entspannung können Sie die Erkrankung positiv beeinflussen.
  • Auch auf die richtige Reinigung nach dem Stuhlgang kommt es an: Immer von vorne nach hinten wischen, damit Pilze aus dem Darm nicht in die Scheide gelangen können.
  • Achten Sie auf gute Mund- und Zahnhygiene: „Zahnruinen“, schlecht gepflegte Prothesen und alte Zahnbürsten sind Candida-Hochburgen. Der Pilz kann dann auch auf die Scheide übertragen werden. Wechseln Sie deshalb Zahn- und Zungenbürsten regelmäßig.
Tipp
Wer häufig unter Scheidenpilzen leidet, kann mit Milchsäure bildenden Bakterien vorbeugen. Es gibt Vaginalzäpfchen, die entsprechende Bakterienkulturen enthalten. Die Medikamente sollen täglich abends vor dem Schlafen gehen in die Scheide eingeführt werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.04.2011
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; Caroline Hansen, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung