Scheidenpilz: Ursachen und Risikofaktoren

Wird das natürliche Scheidenmilieu gestört, kann es zu einer Infektion kommen. Das sind die häufigsten Ursachen und Risikofaktoren für Scheidenpilz.

Milchsäurebakterien erhalten die natürliche Scheidenflora aufrecht und schützen sie so vor Infektionen. Durch äußere Einflüsse kann die Scheidenflora gestört werden. Dann sind schädliche Keime schneller in der Lage Infektionen in der Scheide auszulösen. Häufig handelt es sich dabei um den Hefepilz Candida albicans.

Diese Faktoren begünstigen Scheidenpilz (Vaginalmykose):

Welche Ansteckungsmöglichkeiten gibt es?

Ansteckungsmöglichkeiten gibt es überall da, wo es warm und feucht ist, also zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr, über feuchte Handtücher oder im Schwimmbad. Ist das Immunsystem stark genug, können die Pilze keinen Schaden anrichten. Dafür sorgen insbesondere die Milchsäurebakterien (Laktobazillen) in der intakten Scheidenflora, die die Vermehrung der schädlichen Keime verhindern. Die Milchsäurebakterien bilden aus den gespeicherten Kohlenhydraten der Scheidenzellen Milchsäure und sorgen so für einen sauren pH-Wert in der Scheide. Bakterien und Pilze werden dadurch in ihrem Wachstum gehemmt. 

Etwa zehn Prozent aller Menschen sind mit Candida-Pilzen befallen, haben aber keine Beschwerden. Erst wenn das Gleichgewicht der Scheidenflora gestört wird, kommt es zu einer Vermehrung der Pilze und damit zu einer Pilzinfektion.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 03.01.2019
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Harald Hamacher, Martin A. Wahl: Selbstmedikation Arzneimittelinformation und Beratung in der Apotheke
  • Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe: S2k-Leitlinie: Vulvovaginalkandidose
  • Vaginalmykose. Erst therapieren, dann sanieren: Pharmazeutische Zeitung online
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