Hausmittel gegen Scheidenpilz

Es gibt Hausmittel, die die Symptome einer Scheidenpilzinfektion lindern können. Es gibt jedoch auch einige oft empfohlene Hausmittel, auf die Sie lieber verzichten sollten. Hier erfahren Sie, welche Hausmittel Ihnen guttun und welche Ihr Leiden eventuell sogar verschlimmern.

Sitzbäder mit Kamille

Sitzbäder mit Kamille entspannen nicht nur, sie können auch die Beschwerden bei einer Scheidenpilzinfektion lindern. Denn die Kamille wirkt unter anderem antifugal, also gegen Pilze.

Und so funktioniert das Sitzbad: Übergießen Sie zwei Handvoll Kamillenblüten mit einem Liter heißem Wasser. Lassen Sie den Teeaufguss zehn Minuten abgedeckt ziehen und seihen Sie ihn anschließend ab. Dann können Sie den Sud in ein vorbereitetes warmes Sitzbad geben. Das Sitzbad sollte etwa zehn Minuten dauern.

Luftdurchlässige Unterwäsche

Pilze benötigen für ihr Wachstum eine feucht-warme Umgebung. Deshalb ist es wichtig, ein solches pilzfreundliches Milieu so gut es geht zu vermeiden. Tragen Sie zum Beispiel luftdurchlässige Unterwäsche aus Baumwolle und föhnen Sie sich nach dem Toilettengang trocken. Auf diese Weise rauben Sie dem Pilz die Feuchtigkeit, die er braucht.

Naturjoghurt mit Honig

Naturjoghurt mit Honig hilft gegen Scheidenpilz. Die im Joghurt enthaltenen Milchsäurebakterien sollen das saure Scheidenmilieu wiederherstellen und der Honig wirkt entzündungshemmend. Viele Frauenärzte raten dennoch von diesem Hausmittel ab, da heutzutage die wärmebehandelten Joghurts nicht genug Milchsäurebakterien enthalten, um das Scheidenmilieu anzusäuern. Zudem kann Joghurt chemische Zusatzstoffe und Konservierungsmittel enthalten, die die Schleimhaut reizen können.
Auf diese Hausmittel sollten Sie verzichten
Häufig werden auch Teebaumöl, Knoblauch und Essig als Hausmittel gegen Scheidenpilz gepriesen. Doch darauf sollten Sie lieber verzichten. Denn Teebaumöl kann die empfindlichen Schleimhäute reizen. Knoblauch und Essig greifen Bakterienkulturen an, die im gesunden Scheidenmilieu vorkommen, und bringen die Scheidenflora dadurch noch weiter aus dem Gleichgewicht.
Bitte beachten Sie: Sollten die Beschwerden länger als drei Tage anhalten oder sich sogar noch verschlimmern, sollten Sie unbedingt Ihren Frauenarzt aufsuchen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.02.2013
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Berufsverband der Frauenärzte: Scheidenpilz (http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_scheidenpilz-vaginalmykose-candida-therapie_743.html)
  • Ärztezeitung (06.03.2012): Honig und Joghurt gegen Scheidenpilze (http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/mykosen/article/807076/honig-joghurt-scheidenpilze.html)
  • Hänsel, Rudolf/Sticher, Otto (2009): Pharmakognosie – Phytopharmazie
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