Therapie bei Rückenschmerzen: Streckmethoden und Chirotherapie

Indem der Körper gestreckt wird, versucht man, gereizte oder geschädigte Nervenwurzeln zu entlasten. Dies funktioniert aber nur, wenn die entsprechenden Streckvorrichtungen vorhanden sind. Die Zugkraft muss unterschiedlich dosierbar sein, außerdem muss die Möglichkeit bestehen, die Körperstellung des Patienten zu verändern.

Neben speziellen Geräten wie dem Schlingentisch und Streckbandagen verschiedener Machart führen bestimmte Lagerungen, beispielsweise die Stufenbettlagerung und zahlreiche krankengymnastische Übungen zu der gewünschten Streckwirkung der Lendenwirbelsäule. Ihr Arzt wird auch in diesem Fall eventuelle Gegenanzeigen genau beachten. Verordnet er eine solche Behandlung, wird sie oft durch Wärmeanwendung, zum Beispiel eine Fangopackung, vorbereitet.
Info
Alle Behandlungsmethoden mit Rumpfstützen und Streckmethoden müssen ausschließlich von Ärzten verordnet und überwacht werden. Durchgeführt werden sie entweder vom Arzt selbst oder von entsprechend ausgebildeten Fachleuten.

Chirotherapie – der geschickte Handgriff

Wenn Sie unter wirbelsäulenbedingten Schmerzen leiden, kann es sein, dass Ihnen Ihr Arzt auch die Chirotherapie empfiehlt. Unter diesem Begriff fasst man diagnostische und therapeutische Handgrifftechniken zusammen, die man vereinfacht ausgedrückt als Einrenken bezeichnet. Solche Behandlungen werden aber nur nach einer gründlichen Untersuchung vorgenommen, und zwar nur von Ärzten, die hierfür eine Spezialausbildung haben. Auf keinen Fall erlaubt sind chirotherapeutische Anwendungen, wenn man einen Bandscheibenvorfall vermutet oder wenn wegen eines Bandscheibenvorfalls operiert worden ist.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.04.2011
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: www.leitlinien.net : Bandscheibenbedingte Ischialgie, Stand April 2002
  • www.orthopaede.com : Wirbelsäule