Therapie bei Rückenschmerzen: Behandlungsmethoden im Überblick

Bei Rückenschmerzen gibt es viele Therapiemethoden. Welche die Geeignete ist, hängt neben der Ursache von der Art der Schmerzen ab.

 Arzt behandelt Rücken © iStock

Schmerzlinderung durch Medikamente

Besonders bei Muskelverspannungen im Rücken, aber auch beim akuten Schiefhals oder beim „Hexenschuss“, bei denen die Schmerzen ebenfalls von verspannter Muskulatur herrühren, kommen Medikamente zum Einsatz. Wärmende und durchblutungsfördernde Medikamente sowie Schmerzmittel können helfen. Auch pflanzliche Mittel können gegen Rückenschmerzen eingesetzt werden.

Massagen und Wärmetherapie gegen die Schmerzen

Bei vielen Arten von chronischen, nicht spezifischen Rückenschmerzen lindern Massagen die Schmerzen. Durch die Anwendung unterschiedlicher Techniken wird die Durchblutung angeregt und die Muskeln gelockert. Bei einem Bandscheibenvorfall darf allerdings nicht massiert werden.
Eine weitere Therapieform gegen Muskelverspannungen ist die Wärmetherapie. Fangopackungen und die Bestrahlung mit Rotlicht können Verspannungen lösen und so Schmerzen lindern.

Mit Wasser gegen Rückenschmerzen

Zur Wassertherapie gehören entspannende Bäder. Die Anwendungen fördern die Durchblutung und lindern somit Rückenschmerzen. Bei Bewegungsbädern werden krankengymnastische Übungen im Wasser durchgeführt. Das entlastet die Wirbelsäule und kräftigt die Muskulatur.

Weitere Therapieverfahren bei Rückenbeschwerden

Bewegungstherapie, Entspannungsverfahren, Ergotherapie und Verhaltenstherapie sind weitere Maßnahmen, die bei Rückenschmerzen Erfolg versprechen. Je nach Symptomatik wird Ihnen ein Arzt die erforderliche Therapie empfehlen.

Operation meist bei Bandscheibenvorfall

Operiert wird vor allem bei Bandscheibenvorfällen. Man unterscheidet zwischen offenen Operationen und minimalinvasiven Operationen. Nach einer Bandscheibenoperation ist die Frühmobilisation wichtig. Das gilt auch bei anderen Krankheiten, die Rückenbeschwerden auslösen, wie Skoliose oder Schulter-Arm-Schmerzen (Zervikobrachialgie). Bei beiden kann in schweren Fällen auch eine Operation nötig sein.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.04.2018
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christina Wiener, Kommunikationswissenschaftlerin M.A.
  • Quellen: Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale VersorgungsLeitlinie Nicht-spezifischer Kreuzschmerz – Kurzfassung, 2. Auflage. Version 1. 2017 [cited: 2018-04-16]. DOI: 10.6101/AZQ/000377. www.kreuzschmerz.versorgungsleitlinien.de
  • Diagnose und Therapie chronischer Rückenschmerzen NVL Rückenschmerz 2010: Interdisziplinäre Schmerztagesklinik Klinikum Nürnberg, 2010.
  • Systematische Leitlinienrecherche und -bewertung sowie Extraktion relevanter Empfehlungen für ein DMP Chronischer Rückenschmerz: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, 2015.