Therapie bei Rückenschmerzen

Die Empfehlungen und Möglichkeiten zur Behandlung von Rückenschmerzen sind sehr zahlreich und fast unübersichtlich. Häufig wird Ihr Arzt mehrere Behandlungsmöglichkeiten miteinander kombinieren. Dabei gilt grundsätzlich, dass die einzelnen Methoden sich harmonisch ergänzen und nicht etwa einander entgegenwirken sollen.

Wichtig ist auch die richtige Reihenfolge der Behandlungsmethoden – wenn Sie so heftige Schmerzen haben, dass Sie sich so gut wie überhaupt nicht bewegen können, sind dieselben krankengymnastischen Übungsbehandlungen vollkommen sinnlos, die später, wenn Ihre akuten Schmerzen verschwunden sind und Sie sich wieder besser bewegen können, einen wesentlichen Einfluss auf die Besserung haben können.

Oft wissen Sie als Patientin oder Patient selbst am besten, wie Sie sich verhalten müssen, um Ihre Schmerzen bestmöglich zu erleichtern. Teilen Sie das auf alle Fälle Ihrem Arzt mit, denn dann kann er es in seinem Behandlungsplan berücksichtigen.
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Am Anfang jeder Behandlung steht die Diagnose. Diese stellt der Arzt. Beachten Sie: Nicht jeder Rückenschmerz und nicht jeder Beinschmerz entsteht durch eine Bandscheibenerkrankung.

Die Allgemeinbehandlung

Wenn die Beschwerden erstmals auftreten oder nicht so schwer sind, versucht man zunächst mit einer Allgemeinbehandlung auszukommen. Dabei ist bei örtlichen Schmerzen die Bettruhe auf einer ausreichend festen Unterlage das erste Mittel. Durch eine sogenannte Stufenbettlagerung kann man die gereizten Nervenwurzeln entlasten; nicht alle Patienten aber empfinden diese Lagerung als angenehm. Auch Streckungen auf einem Schlingentisch wirken gegen gereizte Nerven.

Die durch die Schmerzen hervorgerufene Fehlhaltung verursacht weitere Schmerzen an den Muskel- und Sehnenansätzen. Hier verordnet der Arzt in der Regel entzündungshemmende Medikamente (Antiphlogistika) mit gleichzeitiger schmerzstillender Komponente (Analgetika). Oft in Verbindung mit auf Nerven wirkende (neurotrope) Vitamine und muskelentspannenden Mitteln, die einen raschen Rückgang der Schmerzen bewirken sollen.

Außerdem wird der Arzt nach Eiterherden suchen. Solche oft verborgenen Herde, beispielsweise im Bereich der Zähnen, können Kreuzschmerzen auslösen und unterhalten. Falls ein solcher Eiterherd vorliegt, kann man ihn ausschalten; also zum Beispiel eine Zahnbehandlung durchführen lassen. Nicht selten hat eine solche Maßnahme überraschend viel und schnell Erfolg.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.02.2013
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: www.leitlinien.net : Bandscheibenbedingte Ischialgie, Stand April 2002
  • www.orthopaede.com : Wirbelsäule