Tennis

Tennis macht Spaß – beim Spielen führt man allerdings Bewegungen durch, die nicht allen Menschen mit Bandscheibenschäden gut bekommen und zu Rückenschmerzen führen können.

Tennis ist eine Sportart, die bis in das hohe Alter ausgeübt werden kann. Es trägt zum Erhalt der körperlichen und geistigen Fitness bei. Solange der Ehrgeiz nicht das bestimmende Element im Spiel wird und der Spaß im Vordergrund steht, lässt sich die Belastung dosieren. Allerdings beinhaltet das Tennisspiel verschiedene Bewegungsabläufe, die nicht allen Menschen mit Bandscheibenschäden gut bekommen.

Diese Bewegungen im Tennis belasten die Wirbelsäule

Streck- und Beugebewegungen und Drehungen (Rotation) der Wirbelsäule sind im Tennis häufig. Beim Aufschlag nimmt das Hohlkreuz der Lendenwirbelsäule zu, während gleichzeitig die Halswirbelsäule überstreckt und der gesamte Oberkörper nach hinten geneigt wird. Nach dem Aufschlag führt der Oberkörper eine nach vorne gerichtete Bewegung aus, die die Lendenwirbelsäule miteinbezieht. Diese Abläufe können bei einer vorgeschädigten Wirbelsäule Schmerzen auslösen. Patienten, die den Sport neu erlernen wollen, sollte davon abgeraten werden.

So spielen Sie rückenschonend

Ein routinierter Tennisspieler wird weiterspielen können, wenn er gewisse Regeln beachtet. Sofern der Aufschlag wiederkehrende Beschwerden verursacht oder eine schwere Abnutzung der Halswirbelsäule vorliegt, sollte nicht mehr über den Kopf abgeschlagen werden. Es ist sinnvoller, den Ball hoch anzunehmen. Sofern die Beschwerden von der Lendenwirbelsäule ausgehen, ist es zu empfehlen, die Wirbelsäule als Ganzes zu drehen.

Eine andere Möglichkeit, stärkere Belastungen der Wirbelsäule zu vermeiden, ist die Knie vermehrt einzusetzen. Wenn Sie in die Hocke gehen, können Sie auch die Bälle erreichen, bei denen Sie sonst den Oberkörper stärker aus der Lendenwirbelsäule vorbeugen müssten.
Info
Tennis rechnet man allgemein nicht zu den wirbelsäulenschonenden Sportarten. Allerdings kann die Mehrzahl der Tennisspieler mit Wirbelsäulenabnutzung, weiterhin ihren Sport ausüben, sofern sie gewisse Einschränkungen berücksichtigen. In Zweifelsfällen ist eine ärztliche Beratung zu empfehlen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.04.2018
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale VersorgungsLeitlinie Nicht-spezifischer Kreuzschmerz – Kurzfassung, 2. Auflage. Version 1. 2017 [cited: 2018-04-16]. DOI: 10.6101/AZQ/000377. www.kreuzschmerz.versorgungsleitlinien.de
  • Diagnose und Therapie chronischer Rückenschmerzen NVL Rückenschmerz 2010: Interdisziplinäre Schmerztagesklinik Klinikum Nürnberg, 2010.
  • Systematische Leitlinienrecherche und -bewertung sowie Extraktion relevanter Empfehlungen für ein DMP Chronischer Rückenschmerz: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, 2015.
  • Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale VersorgungsLeitlinie Nicht-spezifischer Kreuzschmerz – Kurzfassung, 2. Auflage. Version 1. 2017 [cited: 2018-04-16]. DOI: 10.6101/AZQ/000377. www.kreuzschmerz.versorgungsleitlinien.de
  • Systematische Leitlinienrecherche und -bewertung sowie Extraktion relevanter Empfehlungen für ein DMP Chronischer Rückenschmerz: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, 2015.
  • Diagnose und Therapie chronischer Rückenschmerzen NVL Rückenschmerz 2010: Interdisziplinäre Schmerztagesklinik Klinikum Nürnberg, 2010.