Tennis

Tennis ist eine Sportart, die bis in das hohe Alter ausgeübt werden kann. Es trägt zum Erhalt der körperlichen Fitness und der geistigen Regsamkeit bei. Solange der Ehrgeiz nicht das bestimmende Element im Spiel wird und der Spaß im Vordergrund steht, lässt sich die Belastung dosieren. Allerdings beinhaltet das Tennisspiel verschiedene Bewegungsabläufe, die nicht allen Menschen mit Bandscheibenschäden gut bekommen.

Häufig sind Streck- und Beugebewegungen und Drehungen (Rotation) der Wirbelsäule in sich. Beim Aufschlag nimmt das Hohlkreuz der Lendenwirbelsäule zu, während gleichzeitig die Halswirbelsäule überstreckt und der gesamte Oberkörper nach hinten geneigt wird. Nach dem Aufschlag führt der Oberkörper eine nach vorne gerichtete Bewegung aus, die die Lendenwirbelsäule miteinbezieht. Diese Abläufe können bei einer vorgeschädigten Wirbelsäule Schmerzen auslösen. Patienten, die den Sport erst neu erlernen wollen, sollte davon abgeraten werden.

Ein routinierter Tennisspieler wird weiterspielen können, wenn er gewisse Regeln beachtet. Sofern der Aufschlag wiederkehrende Beschwerden verursacht oder eine schwere Abnutzung der Halswirbelsäule vorliegt, sollte nicht mehr über den Kopf abgeschlagen werden. Es ist sinnvoller, den Ball hoch anzunehmen. Sofern die Beschwerden von der Lendenwirbelsäule ausgehen, ist es zu empfehlen, die Wirbelsäule als Ganzes zu drehen.

Eine andere Möglichkeit, stärkere Belastungen der Wirbelsäule zu vermeiden, besteht darin, die Knie vermehrt einzusetzen. Wenn Sie in die Hocke gehen, können Sie auch die Bälle bekommen, bei denen Sie sonst den Oberkörper stärker aus der Lendenwirbelsäule vorbeugen müssten.
Info
Obwohl das Tennisspielen allgemein nicht zu den besonders wirbelsäulenschonenden Sportarten gerechnet wird, können die Mehrzahl der Tennisspieler, bei denen eine Wirbelsäulenabnutzung festgestellt wurde, weiterhin ihren Sport ausüben, sofern sie gewisse Einschränkungen berücksichtigen. In Zweifelsfällen ist eine ärztliche Beratung zu empfehlen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.04.2011
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.